Fu­sio­ni­tis im Phar­ma­sek­tor

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Ac­ta­vis lan­ciert Of­fer­te für Fo­rest Labs – Scha­le Zah­len von Co­ke – Kon­junk­tur­da­ten ge­ben Rät­sel auf

Die US-Bör­sen no­tier­ten am Di­ens­tag im frü­hen Han­del we­nig ver­än­dert. Nach­dem die Fi­nanz­märk­te am Mon­tag fei­er­tags­be­dingt (Pre­si­dent’s Day) ge­schlos­sen wa­ren, er­öff­ne­te der S&P 500 auf 1839,03. Ge­mes­sen am Schluss­kurs vom Don­ners­tag ent­spricht das ei­nem Plus von 0,5%. Das Mit­te Ja­nu­ar mar­kier­te Re­kord­hoch von 1848,38 ist da­mit be­reits wie­der in Griff­wei­te.

Ei­ne grös­se­re Fu­si­on im Phar­ma­sek­tor sorgt für reich­lich Ge­sprächs­stoff. Der in Du­blin do­mi­zi­lier­te Ge­ne­ri­ka-Spe­zia­list Ac­ta­vis (204.58 $ Er­öff­nungs­kurs am Di­ens­tag, +6,8%% seit Don­ners­tag) über­nimmt für 25 Mrd. $ den US-Kon­kur­ren­ten Fo­rest La­bo­ra­to­ries (92.80 $, +31,9%). Die Of­fer­te be­läuft sich auf 89.48 $ pro Fo­rest-Ak­tie, was ge­mes­sen am Schluss­kurs vom Frei­tag ei­ner Prä­mie von 25% ent­spricht.

Mit dem Schul­ter­schluss wol­len die bei­den Un­ter­neh­men ih­re Po­si­ti­on im ame­ri­ka­ni­schen Ge­sund­heits­markt stär­ken, der sich we­gen der Re­form von Prä­si­dent Oba­ma in ei­nem tief­grei­fen­den Um­bruch be­fin­det. Über die Trans­ak­ti­on wird sich be­son­ders Carl Icahn freu­en: Der Ak­tio­närs­ak­ti­vist ist zu gut 11% an Fo­rest La­bo­ra­to­ries be­tei­ligt.

We­nig pri­ckelnd ist das Quar­tals­er­geb­nis von Co­ca-Co­la (37.98 $, –1,7%). Der welt­gröss­te Ge­trän­ke­her­stel­ler mel­det ei­nen Ge­winn­rück­gang um 8% auf 1,7 Mrd. $. Der Um­satz hat knapp 4% auf 11 Mrd. $ ab­ge­nom­men. Da­mit hat der Kon­zern die Pro­gno­sen der Ana­lys­ten ver­fehlt. Grund­pro­blem ist die rück­läu­fi­ge Nach­fra­ge im Schlüs­sel­markt Ame­ri­ka. Auch Erz­ri­va­le Pep­siCo (78.63 $, –1,3%) hat zu­letzt im US-Ge­trän­ke­ge­schäft we­ni­ger Ein­nah­men ge­mel­det. Um wie­der mehr Schwung auf­zu­neh­men, will Co­ke die­ses Jahr 1 Mrd. $ spa­ren und das Geld ins Mar­ke­ting in­ves­tie­ren. In­ves­to­ren soll ein En­ga­ge­ment zu­dem mit dem Rück­kauf ei­ge­ner Ak­ti­en im Wert von 2 bis 3 Mrd. $ ver­süsst wer­den.

Ein be­son­de­res Au­gen­merk wird Wall­s­treet am Don­ners­tag auf den Leis­tungs­aus­weis von WalMart Sto­res rich­ten (75.49 $, +0,2%). Ana­lys­ten schät­zen, dass der Re­tail-Ko­loss für das letz­te Quar­tal ei­nen Ge­winn von 1.60 $ pro Ak­tie aus­wei­sen wird, nach­dem im Vor­jah­res­zeit­raum 1.67 $ re­sul­tiert ha­ben. In­ter­es­sie­ren wird ins­be­son­de­re, was das Ma­nage­ment zur Stim­mung der Kon­su­men­ten sagt; die Ver­käu­fe im US-Ein­zel­han­del sind zu­letzt weit hin­ter den Pro­gno­sen der Öko­no­men zu­rück­ge­blie­ben.

Ins­ge­samt ist die Sai­son der Un­ter­neh­mens­be­rich­te so gut wie ab­ge­schlos­sen. Im Vor­jah­res­ver­gleich ha­ben die Kon­zer­ne aus dem S&P 500 den Ge­winn pro Ak­tie im vier­ten Quar­tal durch­schnitt­lich 9,6% ge­stei­gert. Ge­mäss Thom­son Reu­ters ha­ben da­bei 66% die Er­war­tun­gen über­trof­fen, was et­wa im his­to­ri­schen Rah­men liegt. Schwach fal­len hin­ge­gen die Um­sät­ze aus, die im Schnitt nur leicht mehr als 1% ge­wach­sen sind. Auch sind die Per­spek­ti­ven für die lau­fen­de Be­richts­pe­ri­ode ver­hal­ten. Für das ers­te Quar­tal 2014 ha­ben be­reits 70 Un­ter­neh­men den Ge­winn­aus­blick ge­dämpft, wo­ge­gen nur 15 ih­re Pro­gno­se er­höht ha­ben.

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