Pfand­brie­fe und Giv­au­dan

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

UGold­man Sachs nimmt 175 Mio. Fr. auf – Bobst stockt für Um­tausch um 60 Mio. auf

nter Fe­der­füh­rung von Cre­dit Suis­se (CS), Deut­sche Bank und Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB) kam am Mon­tag die Dop­peltran­che 1% Giv­audsan 2014/2020 über 100 Mio. Fr. so­wie 13⁄ Giv­au­dan 2014/2024 über 150 Mio. Fr. an den Markt.

Der kür­ze­re Bond des in­ter­na­tio­nal füh­ren­den Duft­stoff­her­stel­lers wur­de mit ei­nem Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 18 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap-Mit­te un­ter­ge­bracht, die zehn­jäh­ri­ge Ob­li­ga­ti­on mit 33 Bp über Swap. Ei­ne wei­te­re Dou­blet­te lan­cier­te am Di­ens­tag die Pfand­brief­bank schwei­ze­ri­scher Hy­po­the­ka­rin­sti­tu­te. CS, UBS und Raiff­ei­sen be­glei­te­ten die Auf­sto­ckung 11⁄ Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 586, 2013/2023 um 238 Mio. Fr. auf 435 Mio. so­wie die Neu­emis­si­on 21⁄ Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 589, 2014/2044 über 100 Mio. Fr. Die Spreads be­tru­gen 3,5 Bp über Swap bei dem neun­jäh­ri­gen Pa­pier bzw. 11,5 Bp bei dem 30-jäh­ri­gen. Be­glei­tet von CS und in Ei­gen­re­gie kam 11⁄ Gold­man Sachs 2014/2019 über 175 Mio. Fr. Der Bond wur­de 65 Bp über Swap ge­preist. An sechs­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen wur­den am Di­ens­tag 847 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Es gab Ge­bo­te über 3,847 Mrd. Fr. Die Ren­di­te er­reich­te –0,071% nach –0,091 auf drei­mo­na­ti­ge GMBF zu­vor.

Zum Ablauf der Um­tausch­frist am 14. Fe­bru­ar wur­den dem Ver­pa­ckungs­ma­schi­nen­her­stel­ler Bobst An­tei­le sei­ner im Ju­ni 2015 fäl­li­gen An­lei­he 5% Bobst 2009/2015 ( Va­lor 10 229 480) über no­mi­nal 60 Mio. Fr. an­ge­dient. Die Tausch­of­fer­te hat­te sich auf ma­xi­mal 30 000 An­teil­schei­ne über no­mi­nal 150 Mio. Fr. er­streckt. An­le­ger, die an­dien­ten, er­hal­ten An­tei­le der neu­en An­lei­he 21⁄ Bobst Group 2014/2019. Das En­de Ja­nu­ar über 50 Mio. Fr. plat­zier­te Pa­pier ( Va­lor 23 297 395 vgl. FuW Nr. 9 vom 5. Fe­bru­ar) wird da­zu auf 110 Mio. auf­ge­stockt, teilt Bobst mit. Die Ab­wick­lung des Um­tausch­an­ge­bots so­wie die Ko­tie­rung der neu­en An­lei­he ist für den 20. Fe­bru­ar vor­ge­se­hen. Der Tausch ver­rin­gert den No­mi­nal­wert der al­ten Bobst-An­lei­he von 250 Mio. Fr. auf 190 Mio.

Stan­dard & Poor’s (S&P) setzt drei Töch­ter der Münch­ner Hy­po Re­al Esta­te Hol­ding auf die Über­prü­fungs­lis­te mit ne­ga­ti­ven Im­pli­ka­tio­nen. Der Aus­blick war bis­her sta­bil. Be­trof­fen sind die De­pfa Bank Plc, De­pfa ACS Bank so­wie Hy­po Pfand­brief Bank In­ter­na­tio­nal (al­le BBB). Die Kon­zern­mut­ter he­ge Ver­kaufs­ab­sich­ten. Von ei­ner neu­en Ei­gen­tü­me­rin sei we­ni­ger Sup­port zu er­war­ten.

Moo­dy’s hat die von Kärn­ten ga­ran­tier­ten Bonds der Hy­po Al­pe Adria Bank um vier Stu­fen, von A1 auf Baa2 ge­senkt und auf die Über­wa­chungs­lis­te mit mög­li­cher wei­te­rer Her­ab­stu­fung ge­setzt. Bis­her war der Aus­blick ne­ga­tiv. Hy­po Al­pe Adria Bank be­fin­det sich zwar im Staats­be­sitz aber vie­le ih­rer aus­ste­hen­den Ob­li­ga­tio­nen wer­den noch von Kärn­ten, dem frü­he­ren Ei­gen­tü­mer, ga­ran­tiert.

Das Bun­des­land war von Moo­dy’s von A1 auf A2 her­ab­ge­stuft wor­den, «we­gen zu­neh­men­der Un­si­cher­heit über die Zu­kunft der Hy­po Al­pe Adria». Grund für die De­gra­die­rung der Hy­po-Al­pe-Adria-Ob­li­ga­tio­nen ist ge­mäss Moo­dy’s, dass die Re­gie­rung in Wi­en ver­schie­de­ne Op­tio­nen über die Zu­kunft der Bank be­rät.

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