Gros­se Her­aus­for­de­run­gen

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - SE­RI WA­DA,

Die nied­ri­gen Zin­sen so­wie die mitt­ler­wei­le en­gen Cre­dit Spreads for­dern An­le­ger zu­neh­mend her­aus, da sie für Ri­si­ko nicht mehr an­ge­mes­sen ent­schä­digt wer­den. Die Fra­ge, wie sich stei­gen­de Zin­sen auf das Port­fo­lio aus­wir­ken kön­nen, ge­winnt an Be­deu­tung.

John Tay­lor ist der An­sicht, dass die Fe­deral Funds Ra­te et­wa bei 11⁄ 4% lie­gen müss­te – al­so 100 Ba­sis­punk­te hö­her als der­zeit. Es gilt auch zu be­den­ken, dass der Aus­stieg aus der un­kon­ven­tio­nel­len US-Geld­po­li­tik Ve­r­un­si­che­rung aus­lö­sen könn­te, was sich in er­höh­ten Schwan­kun­gen nie­der­schlägt – auch bei den Cre­dit Spreads. Wel­ches In­stru­ment soll man al­so wäh­len? Die Wan­del­an­lei­he – sie schlägt zwei Flie­gen mit ei­ner Klap­pe.

Ei­ner­seits ha­ben Wand­ler ver­gli­chen mit rei­nen Un­ter­neh­mens­an­lei­hen deut­lich kür­ze­re Rest­lauf­zei­ten, al­so be­reits ei­ne tie­fe­re Du­ra­ti­on. Zu­dem kann die Op­ti­ons­kom­po­nen­te die Du­ra­ti­on ei­nes Wan­del­an­lei­hen­port­fo­li­os noch­mals er­heb­lich ver­kür­zen. Da­durch ver­rin­gert sich die Zins­sen­si­ti­vi­tät des Port­fo­li­os. Weist das Port­fo­lio zu­dem auch noch ei­ne ho­he Emit­ten­ten­qua­li­tät auf, ist der Bond Floor sta­bil ge­nug, um die Fol­gen stei­gen­der Zin­sen und schwan­ken­der Cre­dit Spreads deut­lich ab­zu­mil­dern. Da­mit ist die ers­te Flie­ge ist ge­schla­gen.

Vie­le An­le­ger ge­hen da­von aus, dass wei­te­re Re­duk­tio­nen der An­lei­hen­käu­fe durch die US-No­ten­bank be­reits in den Bonds ein­ge­preist sind. Doch die ge­gen­wär­ti­ge US-Geld­po­li­tik ist ein Ex­pe­ri­ment oh­ne Bei­spiel, ihr Aus­gang un­be­stimmt. Der Weg zur geld­po­li­ti­schen Nor­ma­li­tät dürf­te noch weit sein und durch­aus holp­rig. Auch müs­sen sich die An­le­ger noch mit dro­hen­der Über­re­gu­lie­rung aus­ein­an­der­set­zen. Deut­lich hö­he­re Schwan­kungs­brei­ten soll­ten da­her ein­kal­ku­liert wer­den. Er­fah­rungs­ge­mäss pro­fi­tie­ren Wand­ler von ei­ner hö­he­ren Markt­vo­la­ti­li­tät, aber nicht al­le Stra­te­gi­en glei­cher­mas­sen. Stra­te­gi­en mit ei­nem hö­he­ren An­teil von Pa­pie­ren un­ter­halb An­la­ge­qua­li­tät ha­ben we­ni­ger asym­me­tri­sches Par­ti­zi­pa­ti­ons­ver­mö­gen. Stra­te­gi­en, die auf Asym­me­trie aus­ge­rich­tet sind und ei­nen sta­bi­len Bond Floor ha­ben, wer­den über­pro­por­tio­nal von hö­he­ren Schwan­kungs­brei­ten pro­fi­tie­ren – so wird die zwei­te Flie­ge ge­schla­gen.

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