Stot­tern­de Konjunktur

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - ET/AT

Der vor­läu­fi­ge Ein­kaufs­ma­na­ger­index für Chi­na ent­täusch­te am Don­ners­tag. Der HSBC Flash PMI – er ist der ers­te In­di­ka­tor für die Wirt­schafts­ak­ti­vi­tät des lau­fen­den Mo­nats – zeigt für den Fe­bru­ar ei­nen Wert von 48,3, nach 49,5 im Ja­nu­ar. Das ent­spricht ei­nem Sie­ben­mo­nat­s­tief. Im fünf­ten Mo­nat in Fol­ge zeigt der Flash PMI ei­nen Rück­gang des In­dus­trie­aus­stos­ses an. Im zwei­ten Mo­nat in Fol­ge un­ter­schrei­tet er die Wachs­tums­schwel­le von 50.

Teil­wei­se ist der schwa­che Wert sai­so­nal be­dingt we­gen der Fe­ri­en­ta­ge um das chi­ne­si­sche Neu­jahrs­fest. Aber er re­flek­tiert auch die sich schon seit ei­ni­gen Mo­na­ten ab­zeich­nen­de Ver­lang­sa­mung des Wachs­tums. Die Su­bin­di­zes neue Auf­trä­ge und Pro­duk­ti­on dreh­ten in den Kon­trak­ti­ons­mo­dus, was den La­ger­ab­bau der Un­ter­neh­men re­flek­tiert. Die dis­in­fla­tio­nä­ren Ten­den­zen zei­gen, dass das In­dus­trie­wachs­tum an Dy­na­mik ver­liert. Im Ja­nu­ar be­trug die Teue­rung der Kon­su­men­ten­prei­se noch 2,5%, die Pro­du­zen­ten­prei­se san­ken 1,6%. Die Teue­rungs­ra­te der Pro­du­zen­ten­prei­se in Chi­na ist seit 23 Mo­na­ten ne­ga­tiv.

Be­son­ders in Ja­pan re­agier­ten die Ak­ti­en auf die Kon­junk­tur­schwä­che Chi­nas ver­schnupft. Der Nik­kei sank am Don­ners­tag um mehr als 2%. Dort be­rei­te­te auch das wei­ter stei­gen­de Han­dels­de­fi­zit Sor­gen: Die Ex­por­te sind im Ja­nu­ar we­gen des schwa­chen Yens nicht so stark ge­wach­sen, wie sich die Ein­fuh­ren ver­teu­ert ha­ben. Das neue Re­kord­han­dels­de­fi­zit von nun mo­nat­lich 2,8 Bio. Yen (24 Mrd. Fr.) stärkt die Kri­ti­ker der Wirt­schafts­po­li­tik von Pre­mier­mi­nis­ter Shin­zo Abe.

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