Zu­las­sung stützt No­var­tis

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - PHIL­IPP GOLL­MER

Die Schwei­zer Bör­se be­weg­te sich im Wo­chen­ver­gleich kaum. Der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) ge­wann in der Be­richts­pe­ri­ode 0,2% auf 8431,8.

No­var­tis (–0,1%) pro­fi­tier­ten am Frei­tag von ei­nem Zu­las­sungs­ent­scheid in Ja­pan. Das Au­gen­heil­mit­tel Lu­cen­tis darf nun zur Be­hand­lung von dia­be­ti­schem Ma­ku­la­ö­dem ein­ge­setzt wer­den. Da­mit ist Lu­cen­tis in Ja­pan bei vier In­di­ka­tio­nen zu­ge­las­sen. Aus­ser­halb der USA ge­hö­ren die Rech­te für das Me­di­ka­ment No­var­tis. In den USA hält sie der Mit­be­wer­ber Ro­che (GS +1,8%). Am Di­ens­tag führt No­var­tis die Ge­ne­ral­ver­samm­lung durch, als ers­ter Schwei­zer Gross­kon­zern. Be­son­ders ge­spannt darf man auf die Aus­wir­kun­gen der am 1. Ja­nu­ar in Kraft ge­tre­te­nen Initia­ti­ve «ge­gen die Ab­zo­cke­rei» sein (vgl. Sei­te 5). Am Don­ners­tag wur­den zy­kli­sche Ak­ti­en wie Küh­ne + Na­gel (+2,3%) und Duf­ry (+0,3%) durch­ge­schüt­telt. Grund wa­ren über­ra­schend schlech­te Da­ten zu Ein­kaufs­ma­na­ger­indi­zes aus der Eu­ro­zo­ne und Chi­na. Be­son­ders deut­lich zu­rück­ge­wor­fen wur­den Adec­co (–1,3%).

ABB set­zen Ab­wärts­trend fort – Swiss Re nach Zah­len fes­ter – AFG mit ne­ga­ti­ver Über­ra­schung

Da­ten be­las­ten Zy­kli­ker

Die Pa­pie­re des Per­so­nal­ver­mitt­lers lit­ten am Don­ners­tag zu­sätz­lich un­ter den schwa­chen Jah­res­zah­len des nie­der­län­di­schen Kon­kur­ren­ten Rand­stad.

ABB (–1,5%) lit­ten am Don­ners­tag un­ter ei­ner Ver­kaufs­emp­feh­lung von Gold­man Sachs. Als Grund führ­ten die Ana­lys­ten der Bank Wech­sel­kurs­ri­si­ken, ver­lang­sam­tes Wachs­tum und tie­fe­re Ka­pi­tal­rück­zah­lun­gen als er­war­tet auf. Die ABB-Ti­tel setz­ten den nach der Ver­öf­fent­li­chung der Jah­res­zah­len letz­ten Don­ners­tag ein­ge­schla­ge­nen Ab­wärts­trend fort.

Die Jah­res­zah­len des Spe­zi­al­che­mie­her­stel­lers Cla­ri­ant wur­den am Markt gut auf­ge­nom­men (vgl. Sei­te 11). Die Ak­ti­en leg­ten am Mitt­woch in ei­nem ru­hi­gen Markt­um­feld leicht zu, über die ge­sam­te Be­richts­pe­ri­ode ver­lo­ren sie 0,1%.

Fes­ter ten­dier­ten Swiss Re (+1%). Das Un­ter­neh­men pro­fi­tier­te 2013 da­von, dass die Scha- den­rück­ver­si­che­rung un­ter­durch­schnitt­li­che Be­las­tun­gen ver­zeich­ne­te. Vom er­freu­li­chen Er­geb­nis im Ju­bi­lä­ums­jahr – Swiss Re hat ihr 150-jäh­ri­ges Be­ste­hen ge­fei­ert – pro­fi­tie­ren auch die Ak­tio­nä­re. Die Aus­schüt­tung soll von 7.50 auf 8 Fr. je Ak­tie her­auf­ge­setzt wer­den (vgl. Sei­te 7).

Die Jah­res­zah­len von Sul­zer wur­den am Markt mit Er­nüch­te­rung auf­ge­nom­men. Die Ti­tel ver­lo­ren am Be­richts­tag 7,6%. Im Wo­chen­ver­gleich re­sul­tiert ein Mi­nus von 9,8%. Ein Grund für den Kurs­sturz dürf­te die gros­se Lü­cke sein, die der Ver­kauf der Be­schich­tungs­spar­te Met­co an OC Oer­li­kon (Ak­ti­en +3,4%) auf­reisst. Oh­ne die ver­kauf­te Spar­te schrieb Sul­zer 26% we­ni­ger Ge­winn als mit Met­co. Die Lü­cke er­weist sich als grös­ser als er­war­tet (vgl. Sei­te 9).

Gu­te Da­ten zu den Uh­ren­ex­por­ten im Ja­nu­ar stütz­ten Swatch Group (Inh. –0,3%) und Ri­che­mont (–0,8%) am Don­ners­tag. Die Ex­por­te wuch­sen zu Be­ginn des Jah­res ge­gen­über Ja­nu­ar 2013 no­mi­nal 5,6 und re­al 5% und setz­ten da­mit den Auf­wärts­trend der letz­ten bei­den Mo­na­te fort.

Te­me­nos er­freut

Auch aus dem Tech­no­lo­gie­sek­tor gab es Jah­res­zah­len, die am Markt Re­ak­tio­nen aus­lös­ten. Am Mitt­woch ver­moch­te Te­me­nos (Ak­ti­en +13,2%) zu über­zeu­gen. Der Her­stel­ler von Bank­soft­ware hat nach ei­nem gu­ten Schluss­quar­tal die Pro­gno­sen an­ge­ho­ben und er­höht die Di­vi­den­de um ein Vier­tel (vgl. Sei­te 13). Mi­cro­nas (–2,7%) ga­ben nach. Der Halb­lei­ter­pro­du­zent muss­te 2013 ei­nen Ge­winn- und Um­satz­rück­gang hin­neh­men (vgl. Sei­te 13). Auch Ku­del­ski (–8,7%) ka­men zu­rück. Der Ver­schlüs­se­lungs- und Di­gi­tal-TV-Spe­zia­list ent­täusch­te die An­le­ger mit dem Aus­blick für 2014 (vgl. Sei­te 13).

Ei­nen Kurs­rutsch ver­zeich­ne­ten AFG (–8,3%). Über­ra­schend trennt sich der In­dus­trie­kon­zern vom Kon­zern­chef Da­ni­el Fru­tig. Ein Grund für die Tren­nung ist nicht er­sicht­lich und ein neu­er CEO noch nicht in Sicht. Die An­le­ger re­agier­ten dem­ent­spre­chend ver­un­si­chert und ver­kauf­ten (vgl. Sei­te 8).

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