Die Gas­prei­se blei­ben vo­la­til

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - JE­RE­MY BA­KER

We­gen der Käl­te­wel­le in Nord­ame­ri­ka hat der Ver­brauch von Erd­gas zu Heiz­zwe­cken deut­lich zu­ge­nom­men. Die er­höh­te Nach­fra­ge hat die La­ger­be­stän­de stark ge­schmä­lert und die Prei­se, be­son­ders für kurz lau­fen­de Fu­tures, in die Hö­he ge­trie­ben. Die La­ger­eng­päs­se ver­stär­ken sich im­mer mehr, was un­ter Ana­lys­ten Sor­gen über den Wie­der­auf­bau der La­ger vor dem nächs­ten Win­ter weckt. Ver­schlim­mert wird die La­ge durch zahl­rei­che «Free­ze-offs»: We­gen der tie­fen Tem­pe­ra­tu­ren müs­sen För­der­an­la­gen zeit­wei­se den Be- trieb ein­stel­len, was die Pro­duk­ti­on be­ein­träch­tigt. Da­von sind be­son­ders An­la­gen im Wes­ten und im Sü­den be­trof­fen, die we­ni­ger gut vor Käl­te ge­schützt sind als sol­che im Nord­os­ten der USA.

Ei­ne Nor­ma­li­sie­rung der Tem­pe­ra­tu­ren in den kom­men­den Wo­chen soll­te aus­rei­chen, um zu den üb­li­chen Pro­duk­ti­ons­men­gen zu­rück­zu­keh­ren. An­ge­sichts der nun sehr knap­pen La­ger wer­den die Erd­gas­prei­se aber gross­teils da­von ab­hän­gen, wie gut es den För­de­rern ge­lingt, die La­ger­be­stän­de auf ein für die Jah­res­zeit üb­li­ches Ni­veau zu­rück­zu­brin­gen. Jeg­li­che Ab­wei­chung – et­wa ein wär­me­rer Som­mer, der ei­nen in­ten­si­ve­ren Ge­brauch von Kli­ma­an­la­gen mit sich bringt – wird zum Stör­fak­tor wer­den und die Prei­se für lang lau­fen­de Fu­tures stei­gen las­sen. Hö­he­re Prei­se könn­ten zu­dem für mehr Dis­zi­plin auf der An­ge­bots­sei­te, bei den Gas­för­de­rern, sor­gen. So sind die Aus­sich­ten für die Gas­prei­se von Vo­la­ti­li­tät und Un­si­cher­heit ge­prägt.

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