BASF ver­hal­ten zu­ver­sicht­lich

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«Auch die­ses Jahr rech­nen wir nicht mit star­kem Rü­cken­wind. Den­noch sind wir hin­sicht­lich der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung welt­weit vor­sich­tig op­ti­mis­tisch», fasst BASFVor­stands­chef Kurt Bock die Er­war­tun­gen zu den Rah­men­be­din­gun­gen im lau­fen­den Jahr in der Pres­se­mel­dung zum Ge­schäfts­ab­schluss 2013 zu­sam­men.

Für die che­mi­sche In­dus­trie welt­weit rech­net er mit ei­nem Wachs­tum et­wa auf Vor­jah­res­ni­veau (+4,6%), von wich­ti­gen Ab­neh­mer­bran­chen der BASF – der Trans­port-, der Kon­sum­gü­ter- und der Elek­tro­nik­bran­che – er­war­tet er in­des ei­ne leich­te Be­schleu­ni­gung. Vor die­sem Hin­ter­grund wird für 2014 im Be­triebs­ge­winn (Ebit) vor Son­der­ein­flüs­sen von ei­ner leich­ten Stei­ge­rung aus­ge­gan­gen, wäh­rend der Um­satz de­ves­ti­ti­ons­be­dingt (Gas­han­del- und Gasspei­cher­ge­schäft) leicht sin­ken dürf­te.

Pflan­zen­schutz schützt

Im Be­richts­jahr 2013 traf der welt­gröss­te Che­mie­kon­zern auf ein an­spruchs­vol­les Um­feld «mit viel Ge­gen­wind». Die Zah­len la­gen im Rah­men der Er­war­tun­gen. Wäh­rungs­ef­fek­te kos­te­ten 3 Pro­zent­punk­te (Pp) Um­satz­wachs­tum; trotz hö­he­rer Men­gen (+5 Pp) konn­ten ins­ge­samt kei­ne hö­he­ren Prei­se durch­ge­setzt wer­den. Im Che­mie­ge­schäft, das aus den Seg­men­ten Che­mi­cals, Per­for­mance Pro­ducts und Func­tio­nal Ma­te­ri­als & So­lu­ti­ons be­steht, ging der Um­satz trotz ei­nes hö­he­ren Ab­sat­zes al­les in al­lem leicht zu­rück. Wachs­tums­im­pul­se ka­men von den Öl- und Gas­ak­ti­vi­tä­ten so­wie von Ag­ri­cul­tu­ral So­lu­ti­ons.

Das in Kon­kur­renz zu Syn­gen­ta ste­hen­de Ge­schäft mit Pflan­zen­schutz­mit­teln leis­te­te auch ei­nen wich­ti­gen Bei­trag zum be­rei­nig­ten Be­triebs­ge­winn (+18%), zu­sam­men mit Func­tio­nal Ma­te­ri­als & So­lu­ti­ons (+15%), wor­in un­ter an­de­rem Pro­duk­te für die Au­to­mo­bil-, Elek­tro-, Che­mie- und Bau­in­dus­trie so­wie für Sport­ar­ti­kel ge­bün­delt sind.

Kein Ak­ti­en­rück­kauf

Wie na­he­zu je­des Jahr hat die BASF auch 2013 Wert ge­schaf­fen. Die Prä­mie auf die Ka­pi­tal­kos­ten be­trägt 1,9 Mrd. €. Das Ziel, durch­schnitt­lich 2,5 Mrd. € p. a. zu er­rei­chen, ist je­doch auf 2 Mrd. € ge­senkt wor­den. Über die­sen Dämp­fer trös­tet der ho­he Cash­flow ein Stück weit hin­weg: Mit ope­ra­ti­ven 7,9 Mrd. € wur­de ge­mäss Fi­nanz­chef Hans-Ul­rich En­gel ein Spit­zen­wert er­zielt. Der freie Cash­flow nahm von 2,59 auf 3,21 Mrd. € zu. Dar­aus soll ei­ne Di­vi­den­de von 2.70 (i. V. 2.60) € aus­ge­schüt­tet wer­den.

Ein neu­es Ak­ti­en­rück­kauf­pro­gramm ist da­ge­gen nicht ge­plant. Der Kon­zern ver­fol­ge ge­gen­wär­tig ein gros­ses In­ves­ti­ti­ons­pro­gramm, führ­te Kurt Bock ge­gen­über Reu­ters als Be­grün­dung an. Von 2011 bis 2020 will der Kon­zern bis zu 35 Mrd. € in neue An­la­gen in­ves­tie­ren, mehr als ein Drit­tel da­von in Schwel­len­län­dern. Die Ak­ti­en BASF blei­ben ei­ne in­ter­es­san­te An­la­ge – nicht zu­letzt we­gen der ak­tio­närs­freund­li­chen Di­vi­den­den­po­li­tik (mehr als 3% Ren­di­te).

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