Ha­sen-Herr Hef

Finanz und Wirtschaft - - PRAKTIKUS/PORTRÄT - MR

Als 2009 die Gr­ab­stät­te ne­ben der­je­ni­gen von Ma­ri­lyn Mon­roe frei ge­wor­den war, schlug Hugh Hef­ner zu: Der Grün­der des «Play­boy» wird der­einst ne­ben der Di­va ru­hen, auf ei­nem Show­biz-Pro­mi-Fried­hof in Los An­ge­les. Hef teilt mit der Mon­roe den Jahr­gang, 1926, vor al­lem aber be­gann sei­ne Ver­le­ger­kar­rie­re 1953 mit die­ser um­wer­fen­den Blon­di­ne. Sie zier­te den Um­schlag des ers­ten «Play­boy», der sich denn auch ra­send rasch ver­kauf­te. Karg bis kaum be­klei­de­te Schön­hei­ten – das ist seit­her das simp­le Ge­schäfts­mo­dell. Die­ses je­doch war und ist nicht zy­klus­re­sis­tent. 1971 ging Play­boy Enterprises an die Bör­se; bald dar­auf be­las­te­te die Öl­kri­se Um­satz und Er­trag. In den Acht­zi­ger­jah­ren sa­nier­te Toch­ter Chris­tie das Un­ter­neh­men. Des­sen Lo­go ist seit der zwei­ten Aus­ga­be der be­rühmt-be­rüch­tig­te Ha­sen­kopf (auf der Ak­tie hier gleich ne­ben Hefs Un­ter­schrift). Frau­en mit Pelz­löf­feln – das er­zürn­te die eman­zi­pa­to­ri­sche Sze­ne in den USA; die Fleisch­lich­keit wie­der­um weck­te den Zorn der re­li­giö­sen Rech­ten. Hef­ner ist kei­ner, der Wein pre­digt und Was­ser trinkt. Sein Bun­ny-Ver­brauch ist le­gen­där, das ewig Weib­li­che zieht ihn hin­an. Muss es auch, schliess­lich ist er Chief Crea­ti­ve Of­fi­cer. We­nigs­tens der Mon­roe wird Hef der­einst auf ewig treu blei­ben. Die Se­rie Non­val­eur er­scheint in lo­ser Fol­ge (hier Teil 47, sie­he www.fuw.ch/dos­sier/non­val­eur). Sie ba­siert auf der Samm­lung Wert­pa­pier­welt der SIX Group in Ol­ten.

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