BP plat­ziert 500 Mio. Fr.

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

E300 Mio. Fr. so­wie 13⁄ Mar­kets 2014/2024 über 200 Mio. Fr. Der sechs­jäh­ri­ge Bond kam mit ei­nem Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 18 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap-Mit­te, der zehn­jäh­ri­ge kos­te­te 38 Bp Auf­schlag. Die Bo­ni­tät

Die Dop­peltran­che der ein­zi­gen Emit­ten­tin stiess auf re­ges In­ter­es­se

ine ge­hö­ri­ge Do­sis Be­le­bung er­fuhr der Schwei­zer Ka­pi­tal­markt zu Wo­chen­be­ginn, weil der Mi­ne­ral­öl­kon­zern BP ins­ge­samt ei­ne hal­be Mil­li­ar­de Fran­ken für sich be­an­spruch­te. Cre­dit Suis­se (CS) und BNP Pa­ri­bas plat­zier­ten die Dop­peltran­che 1% BP Ca­pi­tal Mar­kets 2014/2020 über

BP Ca­pi­tal von BP wird von Moo­dy’s mit A2 und von Stan­dard & Poor’s (S&P) mit A be­wer­tet. Händ­ler be­rich­ten von gros­sem An­le­ger­inter­es­se und mehr als dop­pel­ter Über­zeich­nung, vor al­lem von in­sti­tu­tio­nel­ler Sei­te. Auf die re­ge Nach­fra­ge deu­te auch die kur­ze Zeit bis zur Va­lu­tie­rung hin – es sind le­dig­lich vier Ta­ge statt der üb­li­chen zwei bis vier Wo­chen.

An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen (GMBF) der Eid­ge­nos­sen­schaft (Se­rie 3.8059), als de­ren Fe­der­füh­rer die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank (SNB) fun­giert, wur­den am Di­ens­tag nur 568,1 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Ein­ge­gan­gen wa­ren nach Mit­tei­lung der SNB Ge­bo­te über 4,723 Mrd. Fr. Die Ren­di­te er­reich­te –0,102%, nach –0,071% in der Vor­wo­che. Seit Au­gust 2011 ist die GMBF-Ren­di­te im Mi­nus­be­reich, den sie nur auf der Zu­tei­lung am 24. Ja­nu­ar 2012 (0%) vor­über­ge­hend ver­las­sen hat­te.

Die Eu­ro­zo­ne hat das Tal der Trä­nen end­gül­tig durch­schrit­ten, schreibt die Bant­le­on Bank in ih­rem stra­te­gi­schen Aus­blick. Die Wirt­schafts­leis­tung der Wäh­rungs­uni­on leg­te laut Eu­ro­s­tat im vier­ten Quar­tal 2013 um 0,3% ge­gen­über dem Vor­quar­tal zu, der drit­te An­stieg in Fol­ge. Auch im Vor­jah­res­ver­gleich lag die Ex­pan­si­on erst­mals seit En­de 2011 wie­der über null (+0,5%). Be­mer­kens­wert ist für Bant­le­on auch die Ver­tei­lung des Wachs­tums auf die Mit­glied­staa­ten. Der un­an­ge­foch­te­ne Spit­zen­rei­ter sind die Nie­der­lan­de (+0,7%), Por­tu­gal schiebt sich als Über­ra­schungs­zwei­ter mit +0,5% knapp vor Deutsch­land und Bel­gi­en (je­weils +0,4%). Auf den Plät­zen fol­gen Frank­reich, Spa­ni­en und Ös­ter­reich mit je +0,3% so­wie Ita­li­en mit 0,1% Zu­wachs. Schluss­licht ist, wer hät­te das ge­dacht, AAA-Staat Finn­land (–0,8%).

Die bis Mit­te 2013 be­ste­hen­de Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft – Kern­län­der an der Spit­ze, Pe­ri­phe­rie­staa­ten am un­te­ren Rand – ge­hö­re of­fen­kun­dig der Ver­gan­gen­heit an, ar­gu­men­tiert Bant­le­on. Seit Mit­te 2012 hät­ten sich nicht nur die Ri­si­ko­prä­mi­en am An­lei­hen­markt mas­siv ein­ge­eb­net, gleich­zei­tig ver­rin­ger­te sich auch die re­al­wirt­schaft­li­che Kluft zwi­schen den Mit­glied­staa­ten. Die Bank zeigt sich «zu­ver­sicht­lich, dass die Eu­ro­zo­ne die kon­junk­tu­rel­le Schlag­zahl An­fang 2014 so­gar noch stei­gern kann». Wäh­rend die US-Wirt­schaft der­zeit un­ter dem Ein­fluss des ex­tre­men Win­ters in ei­ne Schock­star­re ver­fällt, könn­te das un­üb­lich war­me Wet­ter in Eu­ro­pa für po­si­ti­ve Über­ra­schung sor­gen.

In An­be­tracht des­sen sei es nur ei­ne Fra­ge der Zeit, bis der be­harr­li­che Dis­in­fla­ti­ons­trend in der Wäh­rungs­uni­on aus­lau­fe. Trotz­dem sei nicht aus­zu­schlies­sen, dass die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank bei an­hal­tend tie­fer In­fla­ti­on den Leit­zins er­neut sen­ke.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.