Pe­ri­phe­rie­ren­di­ten über­durch­schnitt­lich

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - T. RO­WE PRI­CE

Die Ren­di­ten der US-Tre­a­su­ries blie­ben ver­gan­ge­ne Woche weit­ge­hend un­ver­än­dert. In­ves­to­ren se­hen der­zeit über die nach­ge­ben­den US-Wirt­schafts­da­ten hin­weg. In­zwi­schen sind auch die Ener­gie­kos­ten der Pri­vat­haus­hal­te ge­stie­gen, was de­ren Kauf­kraft­po­ten­zi­al ver­rin­gert.

In den Kern­ge­bie­ten der Eu­ro­zo­ne ha­ben sich die Ren­di­ten von An­lei­hen mit mitt­le­ren Lauf­zei­ten dank bes­se­rer La­ge­ein­schät­zung in der Pe­ri­phe­rie über­durch­schnitt­lich ent­wi­ckelt, vor al­lem war dies bei ita­lie­ni­schen Staats­pa­pie­ren dank ab­neh­men­der Un­si­cher­heit der Fall. Roms neu­er Pre­mier, Mat­teo Ren­zi, hat zwar nur we­nig Er­fah­rung, am Markt wur­de er je­doch ver­hal­ten po­si­tiv be­ur­teilt. Spa­ni­sche Staats­an­lei­hen ent­wi­ckel­ten sich eben­falls über­durch­schnitt­lich. Moo­dy’s hat die Kre­dit­wür­dig­keit des Lan­des auf Baa2 hoch­ge­stuft.

Der chi­ne­si­sche Ren­min­bi ver­zeich­ne­te am 24. Fe­bru­ar 2014 sei­nen stärks­ten Ta­ges­rück­gang seit über zwei Jah­ren, auf­grund von Spe­ku­la­tio­nen, die Zen­tral­bank wer­de die an­ge­streb­te Wech­sel­kurs­band­brei­te ver­grös­sern. Die Peop­le’s Bank of Chi­na hat, seit sich die Kre­dit- kon­di­tio­nen ver­schlech­tert ha­ben, Kon­trol­le über die Wäh­rungs­be­we­gun­gen aus­ge­übt. Wirt­schafts­da­ten aus Chi­na zeig­ten ein an­hal­tend star­kes Wachs­tum der Kre­dit­vo­lu­men, ob­schon der An­stieg der Im­mo­bi­li­en­prei­se sich zu ver­lang­sa­men scheint.

Die Spreads erst­klas­si­ger Un­ter­neh­mens­an­lei­hen ha­ben sich wei­ter ver­engt, gröss­ten­teils be­dingt durch un­ter­stüt­zen­de tech­ni­sche Fak­to­ren. Das An­ge­bot war re­la­tiv be­grenzt, wäh­rend sich die Nach­fra­ge, so­wohl nach Ers­te­mis­sio­nen als auch am Se­kun­där­markt, ro­bust zeig­te. Hoch­ver­zins­li­che An­lei­hen in den USA und in Eu­ro­pa pro­fi­tier­ten der­zeit von ei­ner star­ken Nach­fra­ge.

Die Kre­dit­märk­te auf­stre­ben­der Län­der zeig­ten sich über­ra­schend sta­bil, trotz po­li­ti­scher Span­nun­gen in der Ukrai­ne, aber auch in Ve­ne­zue­la und Thai­land. In­do­ne­si­sche und phil­ip­pi­ni­sche Staats­an­lei­hen wa­ren in den ver­gan­ge­nen Ta­gen re­ge ge­fragt. Wei­ter­hin fliesst aber Ka­pi­tal aus den auf­stre­ben­den Märk­ten ab. An­ge­sichts des sich ver­bes­sern­den Stim­mungs­bil­des so­wohl für An­lei­hen als auch für die Ak­ti­en zeich­net sich aber auch hier ei­ne Er­ho­lung ab.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.