Son­der­di­vi­den­de zum Auf­takt

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - MH

«Das Er­geb­nis zeigt, dass un­ser Mo­dell funk­tio­niert – und für UBS das rich­ti­ge ist», sag­te Kon­zern­chef Ser­gio Er­mot­ti bei der Prä­sen­ta­ti­on der Quar­tals­re­sul­ta­te. Weil die Bi­lanz­ri­si­ken schrumpf­ten, stieg die har­te Kern­ka­pi­tal­quo­te (CET1) von 12,8 auf 13,2%. Zu­dem er­höh­te sich die Le­ver­a­ge Ra­tio um 30 Ba­sis­punk­te auf 5%. Die Bi­lanz­sum­me ist un­ter die Mar­ke von 1000 Mrd. Fr. ge­fal­len. Die ri­si­ko­ge­wich­te­ten Ak­ti­ven be­tra­gen noch 227 Mrd. Fr., wo­mit das 2015-Ziel prak­tisch be­reits er­reicht wur­de. Neu gilt per En­de 2017 die Ziel­grös­se von 200 Mrd. Fr.

«Das Un­ter­neh­men kommt jetzt in die nächs­te Pha­se», schreibt die UBS. Die Gross­bank will ih­re Po­si­ti­on als glo­ba­ler We­alth Ma­na­ger stär­ken. Die Ge­schäfts­zie­le sind ehr­gei­zig: Die We­alth-Ma­nage­ment-Ein­hei­ten der UBS stre­ben ei­nen jähr­li­chen Zu­wachs des kom­bi­nier­ten be­rei­nig­ten Vor­steu­er­ge­winns von 10 bis 15% an. Die klei­ne, in der Ver­gan­gen­heit we­nig er­folg­reich agie­ren­de Spar­te Glo­bal As­set Ma­nage­ment muss mit­tel­fris­tig ei­nen be­rei­nig­ten jähr­li­chen Vor­steu­er­ge­winn von 1 Mrd. Fr. lie­fern; im ers­ten Quar­tal wa­ren es 122 Mio. Fr.

Im Rah­men ei­ner Stra­te­gie­kon­fe­renz leg­te die UBS über­ra­schend dar, dass die zu­künf­tig an­ge­streb­te Rechts­struk­tur zu ei­ner wei­te­ren Frei­set­zung von Ka­pi­tal füh­ren wird. Ziel der Mass­nah­men ist die von den Re­gu­la­to­ren ge­for­der­te Ver­bes­se- rung der Ab­wick­lungs­fä­hig­keit des Kon­zerns im Kon­kurs­fall, wo­bei die sys­tem­re­le­van­ten Funk­tio­nen wei­ter­be­ste­hen sol­len.

Kon­kret wird ei­ne Kon­zern­hol­ding­ge­sell­schaft ge­grün­det, de­ren Ti­tel die Ak­tio­nä­re in ei­nem Ak­ti­en­tausch er­hal­ten wer­den. Die Hol­ding wird als Nicht­bank die ein­zel­nen Ban­ken­töch­ter hal­ten. UBS geht da­von aus, dass die Mass­nah­men zur er­höh­ten Ab­wick­lungs­fä­hig­keit es ihr er­mög­li­chen wer­den, ei­nen zu­sätz­li­chen Ei­gen­mit­tel­ra­batt un­ter den schwei­ze­ri­schen Too-big-to-failBe­stim­mun­gen zu be­an­spru­chen, wo­mit die Ge­samt­ka­pi­tal­an­for­de­run­gen un­ter die 17,5% fal­len wür­den, von de­nen man bis­her aus­ge­gan­gen war. UBS er­war­tet, dass sie nach Ab­schluss der Trans­ak­ti­on (wohl 2015) «ei­ne er­gän­zen­de Ka­pi­tal­rück­zah­lung von min­des­tens 0.25 Rap­pen je Ak­tie an die Ak­tio­nä­re der neu­en Kon­zern­hol­ding­ge­sell­schaft vor­schla­gen kann». Fest­ge­hal­ten wird an der Ab­sicht, min­des­tens die Hälf­te des Jah­res­ge­winns aus­zu­schüt­ten, wenn die Kern­ka­pi­tal­quo­te bis Jah­res­en­de nicht schrumpft und auch nach ei­nem in­ter­nen Stress­test im­mer noch bei min­des­tens 10% liegt.

Nichts Neu­es be­rich­te­te die UBS zur Mit­te 2015 ge­plan­ten Grün­dung ei­ner neu­en Toch­ter­bank in der Schweiz. Nach Ab­sicht der Bank soll sie den Be­reich Re­tail & Cor­po­ra­te so­wie das in der Schweiz ge­buch­te We­alth-Ma­nage­ment-Ge­schäft um­fas­sen.

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