Ak­ti­en sind ge­mes­sen an den Aus­sich­ten at­trak­tiv be­wer­tet

Finanz und Wirtschaft - - TECHNOLOGIE - CC

Ob es für die Va­lo­ren des Tele­com­spe­zia­lis­ten in den kom­men­den Mo­na­ten wie­der Auf­wind gibt, hängt nicht nur von ope­ra­ti­ven Fort­schrit­ten, son­dern auch von Er­fol­gen in punc­to Über­nah­men ab. Für die­ses Jahr und für 2015 strebt As­com ein jähr­li­ches Um­satz­wachs­tum im Kern­ge­schäft von 5 bis 10% an – auch durch Ak­qui­si­tio­nen. Ziel für die Ebit­da-Mar­ge ist 2014 ein Wert zwi­schen 15 bis 16%, im fol­gen­den Jahr will das Un­ter­neh­men 16 bis 17% er­rei­chen. An die­sen Zie­len wird As­com ge­mes­sen. Zu­vor hat­te die Ge­sell­schaft für das kom­men­de Jahr noch ei­ne Ebit­da-Mar­ge von 17 bis 18% an­ge­strebt, muss­te die Grös­se we­gen der er­war­te­ten In­te­gra­ti­ons­kos­ten für Zu­käu­fe aber an­pas­sen.

Seit der zwei­ten Jah­res­hälf­te 2012 hat­ten die Ak­ti­en ei­nen gu­ten Lauf, der Wert hat sich mehr als ver­dop­pelt. Da­zu bei­ge­tra- gen ha­ben der er­folg­rei­che Tur­naround in der Di­vi­si­on Net­work Tes­ting, die Hard- und Soft­ware für das Tes­ten und das Op­ti­mie­ren von Mo­bil­funk­net­zen an­bie­tet, so­wie ei­ne so­li­de Ent­wick­lung in der grös­se­ren Spar­te Wi­re­less So­lu­ti­ons, die vor al­lem auf Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lö­sun­gen für Spi­tä­ler, Pfle­ge­zen­tren und Se­nio­ren­hei­me ab­zielt.

In den letz­ten Jah­ren er­höh­te der Kon­zern die Aus­schüt­tungs­sum­me ste­tig: As­com zahl­te als Di­vi­den­de im Jahr 2012 knapp 9 Mio. Fr. aus, 2013 wa­ren es 12 und 2014 sind es gar 14 Mio. Fr. En­de des Vor­jah­res wa­ren die Ka­pi­tal­ein­la­ge­re­ser­ven aber so gut wie auf­ge­zehrt, wo­mit für Pri­vat­an­le­ger künf­tig die Ver­rech­nungs­steu­er an­fällt.

Ba­sie­rend auf der von der Ge­ne­ral­ver­samm­lung An­fang April ab­ge­seg­ne­ten Di­vi­den­de von 0.40 Fr. je Ti­tel ren­tie­ren As­com zu 2,5%. Ge­mes­sen an den Ge­winn­schät­zun­gen für 2015 von 1.42 Fr. je Ak­tie sind die Va­lo­ren mit ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 11 be­wer­tet, was An­le­gern ei­ne Ein­stiegs­ge­le­gen­heit bie­tet.

Be­we­gung ins Ak­tio­na­ri­at kam zu­letzt, als die Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB) im Vor­jahr ih­ren An­teil von knapp 27% am Un­ter­neh­men an ei­ne Rei­he in­sti­tu­tio­nel­ler In­ves­to­ren ver­kauf­te. Heu­te hat As­com kei­nen Gross­ak­tio­när mehr, da­für ei­ne breit ab­ge­stütz­te An­le­ger­schaft. Weil die Zu­stim­mung zur ge­plan­ten Sta­tu­ten­än­de­rung im Zu­sam­men­hang mit der Um­set­zung der Min­derInitia­ti­ve an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung im April nicht ge­si­chert schien, ver­schob der Ver­wal­tungs­rat den Punkt auf nächs­tes Jahr. Spä­tes­tens dann braucht As­com aber grü­nes Licht für die An­pas­sung der Sta­tu­ten.

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