Zur Per­son

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - CG

«Das Fed wird sich hü­ten, den glei­chen Feh­ler wie 1937 zu be­ge­hen, als es die Zin­sen zu früh er­höh­te.»

die No­ten­bank tritt auf die Brem­se, oder die Wirt­schaft fällt in ei­ne Re­zes­si­on. Die­se Ri­si­ken sind der­zeit nicht ab­seh­bar. Im Ge­gen­teil, al­les spricht da­für, dass die Hausse an­hält: reich­lich Li­qui­di­tät, at­trak­ti­ve Ak­ti­en­be­wer­tun­gen und wirt­schaft­li­ches Wachs­tum. «Ge­wiss­heit gibt es in der Ma­the­ma­tik, aber nicht in den Märk­ten. Je­der, der auf Klar­heit war­tet oder dar­auf, dass die Un­si­cher­heit ab­nimmt, zahlt ei­nen ho­hen Preis für ei­ne Il­lu­si­on», lau­tet ein Bon­mot von Bill Mil­ler. Mit sei­nem mu­ti­gen Con­tra­ri­an-Stil hat­te er den Legg Ma­son Va­lue Trust Fund zu ei­nem der er­folg­reichs­ten Ak­ti­en­fonds ge­macht. 2007/08 wet­te­te er je­doch in gros­sem Stil auf Fi­nanz­ti­tel wie AIG, Wa­cho­via, Be­ar Stearns und Fred­die Mac, die fast wert­los wur­den. Mil­ler gab die Lei­tung des Port­fo­li­os 2011 ab. Seit­her kon­zen­triert sich der Ame­ri­ka­ner auf den Op­por­tu­ni­ty Trust Fund, den er seit En­de der Neun­zi­ger­jah­re be­treut und der 2013 ein Plus von über 60% aus­ge­wie­sen hat. Um Mit­te sech­zig, hat er im De­zem­ber zu­dem den Mil­ler In­co­me Op­por­tu­ni­ty Trust Fund auf­ge­legt, den er mit sei­nem Sohn be­wirt­schaf­tet. den Kon­junk­tur­da­ten ab. Fed-Che­fin Ja­net Yel­len hat das un­miss­ver­ständ­lich klar­ge­macht. Das Fed wird sich hü­ten, den glei­chen Feh­ler wie 1937 zu be­ge­hen, als es die Zin­sen zu früh an­hob, der Ak­ti­en­markt dar­auf­hin ein­brach und die Wirt­schaft er­neut in die Re­zes­si­on ab­sack­te. Der Zy­klus an der Bör­se dreht sich im­mer von ei­ner Un­ter­be­wer­tung zu ei­ner Über­be­wer­tung. Mo­men­tan ste­hen wir et­wa am Mit­tel­punkt die­ser Rei­se. Es wird noch min­des­tens zwei bis drei Jah­re ge­hen, bis das Fed auf die Brem­se tritt. Na­tür­lich sind US-Ak­ti­en nicht mehr so güns­tig wie An­fang letz­tes Jahr. Auf Ba­sis der Ana­lys­ten­schät­zun­gen für 2014 sind sie zum Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 15 bis 16 aber im lang­fris­ti­gen Durch­schnitt be­wer­tet. Be­rück­sich­tigt man zu­dem die tie­fen Zin­sen und die ge­rin­ge In­fla­ti­on, sieht es noch bes­ser aus. Be­son­ders reiz­voll be- Das lag pri­mär am un­ge­wöhn­lich har­ten Win­ter. Was für die Bör­se gut ist, muss zu­dem nicht zwin­gend gut für die brei­te Be­völ­ke­rung sein. In­ves­to­ren ha­ben in den letz­ten Jah­ren von ei­ner ro­bus­ten Kurs­er­ho­lung pro­fi­tiert, wo­ge­gen sich das Kon­junk­tur­um­feld für vie­le Ame­ri­ka­ner noch im­mer wie ei­ne Re­zes­si­on an­fühlt. Das än­dert sich nun aber. Die Wirt­schaft hat sich nur lang­sam er­holt, weil der Crash Dass es in die­sem Seg­ment zum Aus­ver­kauf kam, war mehr als will­kom­men. Den Gross­teil un­se­rer Po­si­tio­nen in Net­flix und Pan­do­ra hat­ten wir be­reits ver­kauft. Nach dem Kurs­ab­schlag se­he ich jetzt wie­der mehr Chan­cen als Ri­si­ken. Be­son­ders span­nend sind Ama­zon. Der Kon­zern ist rasch ge­wach­sen, und ich rech­ne da­mit,

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