UBS bes­ser als CS

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - GA­BI WÜ­TH­RICH

An der Schwei­zer Bör­se ist es er­neut ab­wärts ge­gan­gen: Der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) ver­lor ver­gli­chen zur Vor­wo­che 0,6% auf 8395,77.

Im Fo­kus stan­den die Va­lo­ren der Gross­ban­ken: Wäh­rend die UBS (–0,1% seit Frei­tag) am Di­ens­tag ei­ni­ger­mas­sen so­li­de Erst­quar­tals­zah­len prä­sen­tier­te und ei­ne Son­der­aus­schüt­tung in Aus­sicht stell­te, lit­ten CS Group (–3,1%) un­ter Ge­rüch­ten, wo­nach sich die Bus­se im US-Steu­er­streit auf bis zu 1,6 Mrd. $ be­lau­fen könn­te (vgl. Sei­te 10).

Swiss Re kom­men vor der Zah­len­prä­sen­ta­ti­on vor­an – Di­vi­den­den­ab­schlag be­las­tet ABB

Zu­ger KB be­stä­tigt Zie­le

Der­weil ver­lo­ren Zu­ger KB (–2,8%) we­ni­ger als der Di­vi­den­den­ab­gang von 175 Fr. pro Ak­tie hät­te er­war­ten las­sen. An der Ge­ne­ral­ver­samm­lung vom Sams­tag be­stä­tig­te das In­sti­tut den Aus­blick für 2014: Der Brut­to­ge­winn wird dem­nach durch ei­nen Son­der­auf­wand von 18,5 Mio. Fr. für den Wech­sel der Pen­si­ons­kas­se vom Leis­tungs­pri­mat zum Bei­trags­pri­mat be­las­tet. Bas­ler KB (PS, –3,9%) konn­ten am Di­ens­tag die Mon­tags­ver­lus­te nicht wett­ma­chen, ob­wohl die Bank ei­ne po­si­ti­ve Bi­lanz des Ver­gleichs mit den durch die Ver­mö- gens­ge­sell­schaft ASE ge­schä­dig­ten Kun­den zog. 90% der Kun­den ha­ben das Ver­gleichs­an­ge­bot der BKB ak­zep­tiert, der Rest hat noch bis En­de Ju­ni Zeit. BCV (–6,8%) ga­ben et­was mehr Ter­rain preis als der Di­vi­den­den­ab­schlag von 32 Fr. pro Ak­tie, wäh­rend sich St. Gal­ler KB (–2,7%) oh­ne die Di­vi­den­den­zah­lung von 10 Fr. knapp be­haup­tet hät­ten.

Im As­se­ku­ranz­sek­tor schwan­gen Swiss Re (+0,7%) oben­aus. Sie pro­fi­tier­ten ei­ner­seits von gu­ten Quar­tals­zah­len des fran­zö­si­schen Kon­kur­ren­ten Scor (vgl. Sei­te 15). Zum an­de­ren nahm Ke­p­ler das Ak­ti­en­re­se­arch für die Swiss-ReTi­tel wie­der auf und stuf­te sie mit «Kau­fen» ein. Der Kon­zern legt am Mitt­woch den In­te­rims­aus­weis vor. Die Ak­ti­en von Na­tio­na­le ver­lo­ren 3%. Seit Mo­na­ten wer­den die Pa­pie­re auf Kur­sen um 60 Fr. vom Markt ge­räumt. Da­hin­ter könn­ten die Wett­be­wer­ber Mo­bi­li­ar und Hel­ve­tia (–1,1%) ste­hen, die ih­re je­wei­li­ge Be­tei­li­gung En­de 2013 stark aus­ge­baut hat­ten. Die Va­lo­ren der Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft Ne­bag no­tier­ten Ex-Di­vi­den­de 5,1% tie­fer.

Tor­nos im Hoch

Die Ti­tel des Ma­schi­nen­bau­ers Tor­nos (+7,1%) leg­ten wei­ter zu, nach­dem das Un­ter­neh­men mit dem Quar­tals­re­sul­tat die Fort­schrit­te in der struk­tu­rel­len Ge­sun­dung be­stä­ti­gen konn­te (vgl. Sei­te 7). Seit März ha­ben die Ak­ti­en über 30% ge­won­nen, wo­mit sie der rea­len Ent­wick­lung des Un­ter­neh­mens wohl deut­lich vor­aus­ei­len. Ein Grund für das gu­te Ab­schnei­den liegt dar­in, dass Gross­ak­tio­när Walter Fust im De­zem­ber mit sei­ner Kauf­of­fer­te vie­le Va­lo­ren ver­kaufs­wil­li­ger Ak­tio­nä­re auf­ge­nom­men hat. Jetzt be­fin­den sich die Ti­tel nur noch bei Hart­ge­sot­te­nen. Die­se glau­ben fest an den Tur­naround von Tor­nos und ver­kau­fen kaum mehr Ak­ti­en. Da sind stei­gen­de Kur­se fast un­ver­meid­lich. Als Fol­ge der et­was bes­se­ren Tor­nos-Zah­len klet­ter­ten auch die Ak­ti­en des Bran­chen­nach­barn Fein­tool (+5,2%) auf ein neu­es Jah­res­hoch.

Die lang­jäh­ri­ge Haupt-Ak­tio­närs­grup­pe von Mi­kron (–1,3%) hat sich wie er­war­tet auf­ge­löst: Ge­mäss ei­ner Of­fen­le­gungs­mel­dung der SIX hält die Am­man Group als gröss­te Ak­tio­nä­rin nun 41,6% am An­la­gen­bau­er, Rudolf Maag 14,1% und Te­gu­la 10,5%. In ABB (–3,8%) be­las­te­te die Di­vi­den­den­zah­lung von 0.70 Fr. pro Ak­tie. Zu­dem senk­te Gold­man Sachs das Kurs­ziel leicht. Da­ge­gen wä­ren Bobst (–3,9%) oh­ne den Di­vi­den­den­ab­schlag von 0.75 Fr. pro Ak­tie vor­an­ge­kom­men.

Bra­vof­ly (+0,9%) pro­fi­tier­ten am Di­ens­tag nicht von der Ent­schei­dung ei­nes spa­ni­schen Ge­richts, das in zwei­ter In­stanz ei­nen Be­ru­fungs­an­trag von Rya­nair ab­lehn­te. Die Rich­ter hät­ten be­stä­tigt, dass die On­line-Rei­se­agen­tur bei der Er­fül­lung ih­rer Rei­se­bü­ro­tä­tig­kei­ten be­züg­lich Rya­nair völ­lig le­gal ar­bei­te. Die we­nig li­qui­den Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne der Ber­ner Wa­ren­haus­grup­pe Lo­eb stie­gen oh­ne Nach­rich­ten 6,8%.

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