Ein De­büt aus Süd­afri­ka

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Nach der um­satz­schwa­chen Vor­wo­che gibt es ein De­büt zu ver­mel­den: UBS und Cre­dit Suis­se (CS) be­glei­te­ten am Di­ens­tag 2% First Rand Bank 2014/2019 über 140 Mio. Fr. Der Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) be­trug 165 Ba­sis­punk­te (Bp) über Swap­Mit­te. Die süd­afri­ka­ni­sche Bank aus Jo­han­nes­burg wird von Moo­dy’s und Stan­dard & Poor’s (S&P) mit A3 bzw. BBB be­wer­tet.

Den Emis­si­ons­rei­gen er­öff­net hat­te an Mon­tag Raiff­ei­sen Schweiz Ge­nos­sen­schaft 2014/ 2018 über 225 Mio. Fr. Der in Ei-

Raiff­ei­sen und Va­li­ant Bank plat­zie­ren – CS be­schafft sich per «Club De­al» 410 Mio. Fr.

gen­re­gie plat­zier­te Floa­ter wird zum Dreimo­nats-Fran­ken-Li­bor plus 30 Bp ver­zinst. Es folg­ten glei­chen­tags Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB), CS und Raiff­ei­sen Schweiz mit 1% Va­li­ant Bank 2014/2019 über 150 Mio. Fr. Da­für zahl­te die von Moo­dy’s mit A3 ein­ge­stuf­te Schwei­zer Re­gio­nal­bank ei­nen Spre­ad von 50 Bp über Swap.

Be­reits in der Vor­wo­che war in Ei­gen­re­gie der Floa­ter Cre­dit Suis­se 2014/2015 über 410 Mio. Fr. un­ter­ge­bracht wor­den, der zum Dreimo­nats-Li­bor plus 17 Bp ver­zinst wird. Die No­tes sei­en als «Club De­al» von ei­ner Hand­voll In­ves­to­ren ge­zeich­net wor­den, hiess es. Es han­del­te sich we­der um ei­ne Pri­vat­plat­zie­rung noch um ei­ne üb­li­che breit ge­streu­te Emis­si­on.

An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen (GMBF) der Eid­ge­nos­sen­schaft (Se­rie 3.8069) wur­den am Di­ens­tag 728,7 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Ein­ge­gan­gen wa­ren Ge­bo­te über 4,035 Mrd. Fr. Die Ren­di­te er­reich­te –0,095%, nach –0,092% in der Vor­wo­che.

Der UBS-Im­mo­bi­li­en­bla­sen­in­dex steht im ers­ten Quar­tal prak­tisch un­ver­än­dert bei 1,22 in der Ri­si­ko­zo­ne, teilt die Bank mit. Die seit ei­ni­gen Quar­ta­len wahr­ge­nom­me­ne Markt­be­ru­hi­gung wer­de zwar be­stä­tigt, aus Be­wer- tungs­sicht kön­ne aber kei­ne Ent­war­nung ge­ge­ben wer­den. Die Sta­gna­ti­on sei auf die leicht ge­fal­le­nen Ei­gen­heim­prei­se zu­rück­zu­füh­ren. «Das Preis­ni­veau scheint lang­sam an sei­ne Gren­ze zu stos­sen», rä­so­niert die UBS. Erst­käu­fer könn­ten die Trag­bar­keits­nor­men kaum mehr er­fül­len. Zu­sätz­lich drü­cken wach­sen­des Über­an­ge­bot und re­strik­ti­ve­re Ver­ga­be von Hy­po­the­kar­kre­di­ten die Prei­se.

Der Kof-Ge­schäfts­la­ge­in­di­ka­tor für die Schwei­zer Pri­vat­wirt­schaft lag im April im Ver­gleich zum März na­he­zu un­ver­än­dert hoch. Seit Jah­res­be­ginn hat sich die Ge­schäfts­la­ge al­ler­dings leicht ver­schlech­tert, teilt die Kof mit.

Im ver­ar­bei­ten­den Ge­wer­be ha­be sich die Ge­schäfts­la­ge leicht ein­ge­trübt, die meis­ten Un­ter­neh­men be­ur­tei­len ih­re Si­tua­ti­on aber wei­ter­hin als be­frie­di­gend. Die Ka­pa­zi­täts­aus­las­tung hat sich im ers­ten Quar­tal kaum ver­än­dert und liegt sai­son­be­rei­nigt bei fast 82%. Die Aus­las­tung der Ma­schi­nen und Ge­rä­te bleibt un­ter­durch­schnitt­lich. Im Bau­ge­wer­be ver­bes­ser­te sich die Ge­schäfts­la­ge. Wet­ter­be­ding­te Be­hin­de­run­gen ha­be es im April kaum ge­ge­ben.

Deut­lich güns­ti­ger als bis­her be­wer­ten die De­tail­händ­ler ihr Ge­schäft. Die Ge­schäfts­la­ge im Gast­ge­wer­be hat sich zum zwei­ten Mal in Fol­ge ab­ge­kühlt, die Er­trags­la­ge hat sich hier seit Jah­res­be­ginn merk­lich ver­schlech­tert. Die Fi­nanz- und Ver­si­che­rungs­bran­che konn­te die gu­te Ge­schäfts­la­ge zu Jah­res­be­ginn nicht ganz bis ins Früh­jahr hal­ten.

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