App­le-Zu­kauf lässt Lo­gi­tech und AMS auf­hor­chen

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Was holt sich App­le denn da ins Haus? Der High­tech-Kon­zern steht kurz vor dem Kauf des Kopf­hö­rer­her­stel­lers Beats für 3,2 Mrd. $. Das be­rich­ten meh­re­re US-Me­di­en. Der wo­mög­lich gröss­te App­le-Zu­kauf sorg­te al­lent­hal­ben für Kopf­schüt­teln: Will App­le den Mu­sik­strea­m­ing­dienst von Beats Elec­tro­nics? Oder soll so Mu­sik­ken­ner Jim­my Io­vi­ne zu App­le ge­holt wer­den? Er grün­de­te mit Rap­per Dr. Dre das Un­ter­neh­men. Oder geht es um die Kopf­hö­rer mit dem schlech­ten Klang und dem fet­ten «b» auf je­dem Ohr, die auf kei­nem Schul­hof feh­len? In je­dem Fall dürf­ten die Ma­na­ger von Lo­gi­tech und AMS auf­hor­chen.

Für den Pe­ri­phe­rie­ge­rä­te­her­stel­ler Lo­gi­tech birgt der Schritt Un­ge­mach. Denn mit den Kopf- und Ohr­hö­rern von Beats als Teil von App­le er­wächst dem Un­ter­neh­men Kon­kur­renz. Lo­gi­tech hat un­ter der Mar­ke «Ul­ti­ma­te Ears» selbst hoch­wer­ti­ge Kopf­hö­rer und trag­ba­re Laut­spre­cher im An­ge­bot – ver­gleich­bar zu de­nen von Beats. Das Seg­ment zählt zu­sam­men mit PC-Ga­ming- und Ta­blet-Ac­ces­soires zu den Hoff­nungs­trä­gern im Kon­zern. Be­son­ders hei­kel: Viel Zu­be­hör von Lo­gi­tech ist der­zeit mass­ge­schnei­dert für App­le-Pro­duk­te. So gibt es Schutz­hül­len und Tas­ta­tu­ren für den Ta­blet­com­pu­ter iPad.

Aus­ser­dem – hät­te App­le nicht auch Lo­gi­tech kau­fen kön­nen, als die Ak­ti­en ver­gan­ge­nes Jahr zu un­ter 7 Fr. no­tier­ten?

Die Ver­ant­wort­li­chen von AMS dürf­ten sich mit sol­chen Ge­dan­ken­spie­len nicht um­trei­ben. Je mehr Pro­duk­te App­le selbst her­stellt, je grös­ser die Chan­ce, dass die Sen­so­ren des ös­ter­rei­chi­schen Chip­her­stel­lers, der an der Schwei­zer Bör­se no­tiert ist, mit an Bord sind. So gibt es be­reits Kopf­hö­rer, die auch die Be­we­gun­gen des Trä­gers pro­to­kol­lie­ren und bei­spiels­wei­se zu mehr Fit­ness mah­nen: Smart Head­pho­nes. Hoff­nung liegt auch in der iWatch, der in­tel­li­gen­ten Uhr, an der App­le dem Ver­neh­men nach ar­bei­tet, und die frü­hes­tens im Herbst kom­men könn­te. Auch hier spie­len Sen­so­ren ei­ne wich­ti­ge Rol­le.

Nur ein Ge­win­ner des De­als steht schon fest: Dr. Dre selbst. Er wür­de Mil­li­ar­där – al­ler­dings nur, wenn das Ge­schäft nicht noch in letz­ter Mi­nu­te platzt.

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