Drei Ban­ken – ei­ne Kli­nik

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

BP­fand­brief­bank, Sa­ra­sin und Frei­bur­ger KB – Schön Kli­nik nach RSE zwei­tes Spi­tal-De­büt

ei mäs­si­gen Um­sät­zen freund­lich geht der Markt ins Wo­che­n­en­de, was auch ein Ver­dienst von EZB-Prä­si­dent Ma­rio Draghi ist. Der hat­te am Don­ners­tag ein­mal mehr vor De­fla­ti­on ge­warnt. Die Com­merz­bank er­war­tet, dass die Ren­di­ten zehn­jäh­ri­ger «Eid­ge­nos­sen» in zwölf Mo­na­ten von 0,8% auf 1,4% stei­gen. Dem­nach wä­re es lang­sam an der Zeit, Kurs­ge­win­ne bei Lang­läu­fern mit­zu­neh­men.

Un­ter Fe­der­füh­rung von Cre­dit Suis­se (CS), UBS und Raiff­ei­sen leg­te am Don­ners­tag die Pfand- brief­bank schwei­ze­ri­scher Hy­po­the­ka­rin­sti­tu­te ei­ne Dop­peltran­che auf: die Neu­emis­si­on Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 594, 2014/2021 über 300 Mio. Fr. so­wie die Auf­sto­ckung der 11⁄ Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 593, 2014/2025 um 183 Mio. Fr. auf 336 Mio. Die kür­ze­re An­lei­he wur­de auf der Swap-Mit­te ge­preist, das 2025 fäl­li­ge Pa­pier er­ziel­te ei­nen Auf­schlag (Spre­ad) von 5 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap. Be­glei­tet von UBS und in Ei­gen­re­gie wur­de an­schlies­send 1% Bank J. Saf­ra Sa­ra­sin 2014/2020 über 200 Mio. Fr. auf­ge­legt. Der Bond er­ziel­te ei­nen Spre­ad von 42 Bp über Swap-Mit­te. 11⁄ Frei­bur- ger Kan­to­nal­bank 2014/2024 über 150 Mio. Fr. war eben­falls ei­ne Plat­zie­rung in Ei­gen­re­gie. Da­für zahl­te die Emit­ten­tin 9 Bp Auf­schlag über Swap.

Un­ter Fe­der­füh­rung von Neue Helvetische Bank (NHB) und Raiff­ei­sen gab es am Don­ners­tag das zwei­te Kli­nik-De­büt des Jah­res: Die deut­sche Schön Kli­nik emit­tiert ei­ne An­lei­he mit Lauf­zeit bis 2019 über 60 Mio. Fr. mit Auf­sto­ckungs­mög­lich­keit bis 80 Mio. Der Cou­pon – 31⁄ 4% bis 33⁄ 4% – wer­de am En­de des Book­buil­ding am 14. Mai (oder frü­her) fest­ge­setzt, ver­lau­tet von den Kon­sor­ti­al­ban­ken. Die­se ha­ben die An­lei­he zu 100,5% fest über­nom­men. Li­be­rie­rung und ers­ter Han­dels­tag an der SIX Swiss Ex­ch­an­ge soll der 30. Mai sein. Die Schuld­ne­rin ist laut Emis­si­ons­pro­spekt ei­ne «der gröss­ten in­ha­ber­ge­führ­ten Kli­nik­grup­pen Deutsch­lands», die mit 8800 Mit­ar­bei­tern n 15 Stand­or­ten pro Jahr rund 94 000 Pa­ti­en­ten be­treut. Aus der glei­chen Bran­che hat­te CS En­de März den Neu­ling 15⁄ 8% Re­gio­nal­spi­tal Em­men­tal 2014/2023 über 75 Mio. Fr. plat­ziert. Das De­büt des RSE, das zu 100% dem Kan­ton Bern ge­hört, kam 50 Bp über Swap-Mit­te und no­tiert der­zeit mit 101,9% na­he des Hochs von 102% am 5. Mai.

Kaum über­ra­schend hat die Ra­ting­agen­tur Fitch die Spit­zen­bo­ni­tät AAA der Schweiz be­stä­tigt. Der Aus­blick bleibt sta­bil. Ri­si­ken könn­ten ent­ste­hen, wenn der star­ke Ban­ken­sek­tor et­wa durch ei­ne Über­hit­zung des Im­mo­bi­li­en­mark­tes in Tur­bu­len­zen ge­ra­te.

Die Schwei­zer Ver­brau­cher­prei­se sind im April ge­gen­über März um 0,1% ge­stie­gen, teilt das Bun­des­amt für Sta­tis­tik (BfS) mit. Im Vor­jah­res­ver­gleich sind die Prei­se, wie schon im März, un­ver­än­dert. Teu­rer wur­den im April vor al­lem Som­mer­be­klei­dung, Pau­schal- und Flug­rei­sen so­wie Phy­sio­the­ra­pi­en. We­ni­ger be­zahlt wur­de laut BfS für Ho­tel­über­nach­tun­gen und Le­bens­mit­tel. Die Prei­se der In­lands­gü­ter blie­ben zum Vor­mo­nat sta­bil, Im­port­gü­ter kos­te­ten 0,3% mehr. In­nert Jah­res­frist stie­gen die Prei­se der im In­land her­ge­stell­ten Gü­ter um 0,5%, im­por­tier­te wur­den 1,2% bil­li­ger.

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