Neu­er Zwöl­fer-«Eid­ge­nos­se»

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Der Bund will auf sei­ner Mo­nats­auk­ti­on ei­ne neue zwölf­jäh­ri­ge An­lei­he be­ge­ben. Nach Mit­tei­lung der Tre­so­re­rie wird 11⁄ Eid­ge­nos­sen­schaft 2014/2026 ( Va­lor 22439698) am Mitt­woch, 14. Mai um 11 Uhr zur Zeich­nung auf­ge­legt. Li­be­rie­rung ist am 28. Mai. Der Emis­si­ons­be­trag rich­tet sich nach den Of­fer­ten, vor­ge­se­hen ist ei­ne Ei­gen­tran­che von 300 Mio. Fr. An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen (GMBF) der Eid­ge­nos­sen­schaft (Se­rie 3.8070) wur­den am Di­ens­tag 765,5 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Es gab

Schön Kli­nik mit 288 Bp Spre­ad – Ak­ti­ons­plan zur Sen­kung der Ra­ting­ab­hän­gig­keit

Ge­bo­te über 4,002 Mrd. Fr. Die Ren­di­te blieb mit –0,95% ge­gen­über der Vor­wo­che un­ver­än­dert.

Die Schön Kli­nik hat nach ei­ge­nen An­ga­ben die Plat­zie­rung ih­rer De­büt­an­lei­he (vgl. letz­te Aus­ga­be) früh­zei­tig er­folg­reich ab­ge­schlos­sen. Der Cou­pon wur­de auf 31⁄ 4% am un­te­ren En­de der zu­vor an­ge­ge­be­nen Span­ne fest­ge­setzt. Nach­fra­ge­be­dingt sei der Be­trag von 60 Mio. auf 100 Mio. Fr. er­höht wor­den. Die deut­sche Kli­nik­grup­pe in pri­va­ter Trä­ger­schaft zahl­te da­für ei­nen sat­ten Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 288 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap-Mit­te. Han­dels­be­ginn an der SIX Swiss Ex­ch­an­ge und Li­be­rie­rung sind für den 30. Mai vor­ge­se­hen.

Die Schweiz will die Ab­hän­gig­keit von Kre­dit­ra­ting­agen­tu­ren ver­rin­gern, denn die Fi­nanz­kri­se ha­be ge­zeigt, dass «ei­ne über­mäs­si­ge Ab­stüt­zung auf Ra­tings die Fi­nanz­sta­bi­li­tät ge­fähr­den» kön­ne, heisst es in ei­ner Mit­tei­lung des Staats­se­kre­ta­ri­ats für in­ter­na­tio­na­le Fi­nanz­fra­gen (SIF), wel­ches ei­nen ent­spre­chen­den Ak­ti­ons­plan vor­legt. Der sol­le die­se Ge­fahr re­du­zie­ren und die Prin­zi­pi­en des Fi­nan­ci­al Sta­bi­li­ty Bo­ard (FSB) um­set­zen. Die Ver­wen­dung von Agen­tu­ren­ra­tings in re­gu­la­to­ri­schen Vor­schrif­ten und Ver­trä­gen im Fi­nanz­be­reich kön­ne bei even­tu­el­len Än­de­run­gen der Bo­ni­täts­no­ten zu au­to­ma­ti­schen und über­mäs­si­gen Markt­re­ak­tio­nen füh­ren, wel­che die Fi­nanz­sta­bi­li­tät ge­fähr­den kön­nen. Das FSB pu­bli­zier­te 2010 die Prin­zi­pi­en zur Re­duk­ti­on der Ra­ting­ab­hän­gig­keit und lan­cier­te 2013 ei­ne Peer Re­view über de­ren Um­set­zung. Das Ziel der Initia­ti­ve ist laut SIF aber nicht ein ge­ne­rel­les Ver­bot der Ra­tings. Schliess­lich sei­en die Be­wer­tun­gen der Kre­dit­wür­dig­keit von Emit­ten­ten ei­ne wert­vol­le In­for­ma­ti­ons­quel­le – ge­ra­de für klei­ne Markt­teil­neh­mer mit be­grenz­ten Ana­ly­se­ka­pa­zi­tä­ten.

Als FSB-Mit­glied ha­be auch die Schweiz an der Peer Re­view teil­ge­nom­men. In Schwei­zer Ge­set­zen und Re­gu­lie­run­gen sei­en nur we­ni­ge Re­fe­ren­zen auf Ra­tings fest­ge­stellt wor­den. Die meis­ten sei­en Fol­ge von in­ter­na­tio­na­len Stan­dards wie den Ei­gen­mit­tel­vor­schrif­ten des Bas­ler Aus­schus­ses für Ban­ken­auf­sicht («Ba­sel III»). Zur Ver­rin­ge­rung der Ra­ting­ab­hän­gig­keit sind laut SIF vor al­lem die in­ter­na­tio­na­len Re­gu­lie­rungs­stan­dards an­zu­pas­sen so­wie Al­ter­na­ti­ven zu den Agen­tur­ra­tings zu ent­wi­ckeln. Der Schwei­zer Ak­ti­ons­plan se­he «hier­zu ein ak­ti­ves En­ga­ge­ment in den zu­stän­di­gen in­ter­na­tio­na­len Gre­mi­en vor».

Auf na­tio­na­ler Ebe­ne sei­en kei­ne um­fas­sen­de Ge­set­zes­re­vi­sio­nen, «aber ein­zel­ne ge­ziel­te re­gu­la­to­ri­sche Schrit­te ge­plant». So wür­den et­wa Re­fe­ren­zen auf Ra­tings aus der Kol­lek­tiv­an­la­gen­ver­ord­nung der Fin­ma ent­fernt.

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