Bei Agrar­roh­stof­fen spielt die Mu­sik

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - OLE SLOTH HAN­SEN,

Die Prei­se der ver­schie­de­nen Roh­stof­fe ent­wi­ckel­ten sich in der Be­richts­wo­che höchst un­ter­schied­lich. In der Sum­me neu­tra­li­sier­ten sich die Preis­ver­än­de­run­gen, so dass der brei­te Roh­stoff­in­dex wie En­de letz­ter Woche no­tiert.

Die Prei­se für Ener­gie­trä­ger wur­den durch die Ukrai­nek­ri­se und Lie­fer­eng­päs­se in Cus­hing (Okla­ho­ma) ge­stützt. Roh­öl der Sor­ten Brent und WTI ver­teu­er­te sich um rund 1,5%. Bei den In­dus­trie­me­tal­len kam es nach der star­ken Ral­ly bei Ni­ckel zu ei­ner Preis­kor­rek­tur. Die an der Me­tall­bör­se Lon­don ge­han­del­ten Fu­tures ver­lo­ren 4%, wäh­rend sich Kup­fer (+2,1%) und Alu­mi­ni­um (+0,8%) er­hol­ten. Die gröss­ten Preis­aus­schlä­ge ver­zeich­ne­ten die Märk­te für Agrar­roh­stof­fe. Die Mais- und Wei­zen­prei­se lit­ten un­ter Li­qui­da­tio­nen, nach­dem ein Be­richt des US-Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums den In­ves­to­ren die Sor­gen vor ei­ner An­ge­bots­ver­knap­pung et­was ge­nom­men hat­te. Da­zu kam das gu­te Wet­ter für die Mais-Aus­saat. In nur ei­ner Woche ha­ben ame­ri­ka­ni­sche Mais­bau­ern ei­ne Flä­che der Grös­se von Dä­ne­mark und Sri Lan­ka zu­sam­men be­pflanzt. Bei Zu­cker und Kaf­fee da­ge­gen trieb die Aus­sicht auf Ern­te­aus­fäl­le in Bra­si­li­en we­gen des Wet­ter­phä­no­mens El Ni­ño die Prei­se in die Hö­he. Bei­de Roh­wa­ren ge­wan­nen mehr als 5%. Die Er­ho­lung bei Kaf­fee be­stä­tigt, dass die­ser Agrar­roh­stoff im Auf­wärts­trend bleibt. Bis mehr De­tails zum Ern­te­ver­lauf in Bra­si­li­en be­kannt sind, dürf­te sich der Preis zwi­schen 180 und 220 Cents/lb. be­we­gen. Am Frei­tag kos­te­te das Pfund 192 Cents.

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