Trü­ber Aus­blick von Vo­da­fo­ne

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - WUE

AstraZe­ne­ca fal­len nach Of­fer­ten­ab­leh­nung – Rya­nair ist op­ti­mis­tisch

Der düs­te­re Aus­blick von Vo­da­fo­ne liess die Ti­tel des Tele­com­rie­sen 5,3% auf 205,3 p zu­rück­kom­men. Die Bri­ten rech­nen für das Ge­schäfts­jahr 2014/15 (per En­de März) mit ei­nem Brut­to­be­triebs­ge­winn (Ebit­da) von 11,4 bis 11,9 Mrd. £, deut­lich un­ter dem Vor­jah­res­wert von 12,8 Mrd. £. Grund sind ho­he Be­trä­ge, die Vo­da­fo­ne mit Blick auf die teil­wei­se schlech­ten Te­le­fon- und Da­ten­ver­bin­dun­gen ins Mo­bil­funk­netz in­ves­tie­ren muss. Im letz­ten Jahr las­te­te der Preis­kampf im Haupt­markt Eu­ro­pa auf dem Er­geb­nis: Der Um­satz sank 1,9% auf 43,6 Mrd. £, der Ebit­da ging 5,4% zu­rück. Un­ter dem Strich re­sul­tier­te we­gen des Ver­kaufs des 45%-An­teils am USJo­int-Ven­ture Ve­ri­zon Wi­re­less ein Ge­winn von 59,4 Mrd. £, den Vo­da­fo­ne gröss­ten­teils über ei­ne Son­der­di­vi­den­de aus­ge­schüt­tet hat.

Da­ge­gen über­traf der In­ter­net­An­bie­ter Uni­ted In­ter­net (33.77 €, +8,8%) mit ei­nem 13% ge­stei­ger­ten Um­satz von 710 Mio. € im ers­ten Quar­tal die Er­war­tun­gen (vgl. Sei­te 8).

Zur Freu­de der An­le­ger stellt Rya­nair (7.10 €, +11,9%) für das lau­fen­de Ge­schäfts­jahr 2014/15 (per En­de März) ei­nen zum Vor­jahr deut­lich hö­he­ren Ge­winn in Aus­sicht: Die Bil­li­gair­line pro­gnos­ti­ziert ei­nen Über­schuss nach Steu­ern von 580 bis 620 Mio. €, nach­dem sie im ver­gan­ge­nen Jahr we­gen tie­fe­rer Ti­cket­prei­se ei­nen Ge­winn­rück­gang von 8% auf 523 Mio. € ver­bucht hat. Dank ei­ner Hoch­stu­fung auf «Equal­weight» durch Mor­gan St­an­ley klet­ter­ten die Ak­ti­en des Kreuz­fahrt­an­bie­ters Car­ni­val (2380 p, +3,9%).

Die Va­lo­ren des von Ge­ne­ral Electric (GE) und Sie­mens (94.50 €, –1,7%) um­wor­be­nen In­dus­trie­kon­zerns Al­st­om avan­cier­ten 1,8% auf 28.59 €: GE ver­han­delt ge­mäss in­for­mier­ter Krei­se mit meh­re­ren fran­zö­si­schen Un­ter­neh­men – u. a. mit dem Atom­ener­gie­spe­zia­lis­ten Are­va (16.30 €, –2,3%) – über ei­nen mög­li­chen Ver­kauf von Ak­ti­va und Part­ner­schaf­ten, um Frank­reichs Re­gie­rung eher vom De­al über­zeu­gen zu kön­nen. Ob­wohl das Schwei­zer Stimm­volk den Kauf von 22 Gri­pen-Kampf­flug­zeu­gen ab­ge­lehnt hat, fie­len die Va­lo­ren des Her­stel­lers Sa­ab (188.60 sKr, –0,3%) nur we­nig.

Der bri­ti­sche De­tail­händ­ler Marks & Spen­cer (446 p, –1,9%) ent­täusch­te mit ei­nem 3,9% tie­fe­ren Vor­steu­er­ge­winn von 623 Mio. £ im Ge­schäfts­jahr per En­de März. Weil zwei Ak­tio­nä­re ein Pa­ket von 12,5% im Wert von 880 Mio. € an Deut­sche An­nington ver­äus­sert ha­ben, fie­len die Im­mo­bi­li­en­ti­tel 3,8% auf 20.18 €.

An der Bör­se in Bang­kok wur­de der Ak­ti­en­han­del am Di­ens­tag fort­ge­setzt, ob­schon die Ar­mee das Kriegs­recht ver­hängt hat um die lang­wie­ri­gen po­li­ti­schen Un­ru­hen zu be­en­den. Thai­län­di­sche Ak­ti­en ga­ben auf brei­ter Front nach: Ka­si­korn­bank fie­len um 1,8% auf 191.50 Baht, Ad­van­ced In­fo Ser­vice um 2,1% auf 236 Baht.

Der SET In­dex, der im bis­he­ri­gen Jah­res­ver­lauf ei­ner der bes­ten In­di­zes der Re­gi­on war, sank 10,82 Punk­te auf 1394,44 (–0,8% seit Frei­tag). Ob­schon der Op­ti­mis­mus der An­le­ger an­hält, ha­ben sich die Aus­sich­ten ein­ge­trübt, nach­dem Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Ying­luck Shina­wa­tra am 7. Mai vom Ver­fas­sungs­ge­richt ab­ge­setzt wor­den war.

Der rich­tungs­wei­sen­de Wahl­aus­gang in In­di­en er­teil­te Na­ren­dra Mo­di ein so­li­des Man­dat für die Durch­füh­rung der über­fäl­li­gen Re­for­men in dem nach der

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.