Bär plat­ziert Per­pe­tu­al

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Un­ter der ge­mein­sa­men Fe­der­füh­rung von UBS, Deut­sche Bank und Ju­li­us Bär kam am Di­ens­tag wie­der ein­mal ei­ne der ren­di­te­träch­ti­gen, aber recht sel­te­nen «ewi­gen» An­lei­hen an den Markt: 41⁄ Ju­li­us Bär Group über 350 Mio. Fr. Der Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) des Per­pe­tu­als wur­de auf 376,25 Ba­sis­punk­te (Bp) zur Swap-Mit­te fest­ge­setzt. Die Ob­li­ga­ti­on ist nach fünf Jah­ren, am 5. Ju­ni 2020, erst­mals vor­zei­tig künd­bar. Bis da­hin wird der fes­te Jah­res­cou­pon ge­zahlt, an­schlies­send wird für je-

350 Mio. Fr. zu 41⁄

plus 376 Bp Spre­ad – GMBF-Ren­di­te rutscht wei­ter ins Mi­nus

weils fünf Jah­re zum dann gül­ti­gen Fün­fjah­res-Swap plus dem ur­sprüng­li­chen Auf­schlag von 376,25 Bp ver­zinst.

An sechs­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen (GMBF) der Eid­ge­nos­sen­schaft (Se­rie 6.8071), als de­ren Fe­der­füh­rer die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank (SNB) fun­giert, wur­den am Di­ens­tag 639,6 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Ein­ge­gan­gen wa­ren nach Mit­tei­lung der SNB Ge­bo­te über 4,249 Mrd. Fr. Die Ren­di­te er­reich­te –0,101% nach –0,095% (auf drei­mo­na­ti­ge GMBF) in der Vor­wo­che.

Die staat­li­che Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft Na­tio­nal Com­pa­ny Kaz­akh- stan KTZ plant wie be­reits be­rich­tet die Be­ge­bung ei­ner An­lei­he in Fran­ken (vgl. letz­te Aus­ga­be). Wie auf den in die­ser Woche durch­ge­führ­ten Road­shows wei­ter ver­lau­te­te, sei ei­ner Plat­zie­rung in ei­ner oder zwei Tran­chen ge­plant.

Um­fang und Aus­ge­stal­tung rich­te­ten sich nach dem In­ter­es­se der In­ves­to­ren, lässt KTZ wis­sen. Der Emis­si­ons­er­lös sei vor al­lem zur Fi­nan­zie­rung von In­ves­ti­tio­nen der jüngs­ten Lo­gis­tik­toch­ter KTZ Ex­press be­stimmt. KTZ Ex­press ist den An­ga­ben zu­fol­ge ein in­te­grier­tes Trans­port­un­ter­neh­men (auf Schie­ne, Strasse, zu Was­ser und in der Luft). Lang­fris­ti­ges Un­ter­neh­mens­ziel sei es, die Fracht­ver­bin­dun­gen von Chi­na nach Eu­ro­pa über Ka­sachs­tan nach dem «One-Stop-Shop»-Prin­zig zu ver­bes­sern. Zu die­sem Zweck soll die ein­schlä­gi­ge In­fra­struk­tur ein­schliess­lich der Fuss-, See- und Flug­hä­fen aus­ge­baut wer­den. Der staat­li­che KTZ-Kon­zern mit 150 000 Mit­ar­bei­tern und ei­nem Jah­res­um­satz 2013 von 5,7 Mrd. $ (+8,6%) wird von Moo­dy’s und Stan­dard and Poor’s mit Baa3 bzw. BBB– ein­ge­stuft.

Der Prä­sen­ta­ti­on zu­fol­ge lag der Rein­ge­winn 2013 bei 771 Mio. $ (2012: 789 Mio.) Der Ebit­da der Grup­pe stieg 2013 um 11,8% auf 1,877 Mrd. $. Die Ebit­da-Mar­ge wuchs von 32 auf 33%. KTZ er­zielt knapp 16% des Jah­res­um­sat­zes in Fran­ken, ba­sie­rend auf ei­nem in­ter­na­tio­na­len Ab­kom­men über Bahn-Fracht­ta­ri­fe aus dem Jahr 1997 mit den wich­tigs­ten Kun­den. Da­mit ha­be man ei­nen «na­tür­li­chen Hedge» ge­gen Ab­wer­tun­gen der In­land­wäh­rung Ten­ge und kön­ne auch bei der Be­die­nung der Fran­ken­an­lei­he Wech­sel­kurs­ri­si­ken vor­beu­gen. Fe­der­füh­rer sind Cre­dit Suis­se, Deut­sche Bank, Ha­lyk Fi­nan­ce, HSBC und UBS.

Al­mas Le­pes­bayev, Fi­nanz­chef von KTZ, be­zeich­ne­te die ge­plan­te Fran­ke­n­emis­si­on als wei­te­ren Mei­len­stein zur In­ter­na­tio­na­li­sie­rung der Ka­pi­tal­markt­stra­te­gie des Kon­zerns. Man bie­te Schwei­zer In­ves­to­ren Wachs­tums­po­ten­zi­al in dem sich ra­pid ent­wi­ckeln­den Trans­port­kor­ri­dor zwi­schen Eu­ro­pa und Asi­en.

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