Wall­s­treet ist zu­rück auf Re­kord­kurs

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - CG/THA

HP setzt er­neut den Rot­stift an. Im Kampf um Al­st­om gibt GE dem Druck aus Pa­ris nach.

Im April hat der Ver­kauf von neu­en Ei­gen­hei­men 6,4% zu­ge­nom­men, wie das US-Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um am Frei­tag mit­teil­te. Zwar hat­ten Markt­be­ob­ach­ter ei­nen Zu­wachs von über 10% er­war­tet, den­noch las­sen die Zah­len auf ei­ne an­zie­hen­de Ak­ti­vi­tät am Häu­ser­markt hof­fen. Auch der Ver­kauf von be­ste­hen­den Ei­gen­hei­men ist im April erst­mals in die­sem Jahr ge­stie­gen. Der Im­mo­bi­li­en­markt ist jüngst in den Fo­kus der US-No­ten­bank Fed ge­ra­ten: Fed-Che­fin Ja­net Yel­len zeig­te sich be­sorgt, dass die schlep­pen­de Ent­wick­lung das Wirt­schafts­wachs­tum hem­men könn­te.

We­nig Be­geis­te­rung lös­te der Ab­schluss von Hew­lett-Pa­ckard (31.78 $ am Don­ners­tag, –1,9% im Wo­chen­ver­gleich) aus. Der ITRie­se hat den Ge­winn im ver­gan­ge­nen Quar­tal zwar fast 20% auf 1,3 Mrd. $ oder 66 Cent pro Ak­tie ge­stei­gert. Der Um­satz ging je­doch leicht zu­rück und ver­fehl­te die Pro­gno­sen der Ana­lys­ten. Um die Pro­fi­ta­bi­li­tät trotz rück­läu­fi­ger Ein­nah­men zu hal­ten, ver­schärft Kon­zern­che­fin Meg Whit­man das 2012 lan­cier­te Spar­pro­gramm und streicht zu­sätz­lich 11 000 bis 16 000 wei­te­re Stel­len. Bis­her hat­te HP von ei­nem Ab­bau von 34 000 Ar­beits­plät­zen ge­spro­chen.

Ge­ne­ral Electric (26.51 $, –0,3%) gibt im Über­nah­me­kampf um Al­st­om dem Druck der fran­zö­si­schen Re­gie­rung nach. Das In­dus­trie­kon­glo­me­rat ver­län­gert sei­ne 17 Mrd. $ teu­re Of­fer­te um drei Wo­chen bis zum 23. Ju­ni. Es ent­spricht da­mit den For­de­run­gen aus Pa­ris. Frank­reichs Wirt­schafts­mi­nis­ter Arn­aud Mon­tebourg hat öf­fent­lich ge­gen das vom Al­st­omVer­wal­tungs­rat be­grüss­te Kauf­an­ge­bot von GE pro­tes­tiert und den Über­nah­me­preis als «un­ak­zep­ta­bel» be­zeich­net. Nun hat der deut­sche Kon­kur­rent Sie­mens aus­rei­chend Zeit, al­len­falls ei­ne Ge­gen­of­fer­te ein­zu­rei­chen.

Best Buy (26.22 $, +2,9%) sind für In­ves­to­ren kein gu­ter Kauf. Das zeigt das Er­geb­nis für das zwei­te Quar­tal. Wohl hat der US-Elek­tro- nik­händ­ler ei­nen Ge­winn er­wirt­schaf­tet, nach­dem in der Vor­jah­res­pe­ri­ode ro­te Zah­len we­gen ei­ner kost­spie­li­gen Port­fo­li­o­ber­ei­ni­gung in Eu­ro­pa re­sul­tier­ten. Der Um­satz sank je­doch um fast 4% und das Ma­nage­ment rech­net auch in den kom­men­den zwei Quar­ta­len mit we­ni­ger Ein­nah­men. Die Ak­ti­en Best Buy ha­ben die­ses Jahr über 35% an Wert ver­lo­ren. Mit Who­le Foods Mar­ket (37.50 $, –3,3%) und In­ter­na­tio­nal Ga­me Tech­no­lo­gy (12.44 $, +0,6%) zäh­len sie zu den Topkan­di­da­ten für die schlech­tes­te Per­for­mance im S&P 500 in die­sem Jahr.

Der chi­ne­si­sche On­line­händ­ler JD.com gab am Don­ners­tag sein Bör­sen­de­büt in New York und konn­te da­bei mehr Geld ein­neh­men als ge­plant (1,8 Mrd. $). Der Aus­ga­be­preis war um 16 bis 18 $ er­war­tet wor­den. Schliess­lich wur­den die Ak­ti­en zu 19 $ plat­ziert. Die Ti­tel leg­ten am ers­ten Han­dels­tag 10% auf 20.90 $ zu. Der er­folg­rei­che Bör­sen­gang gibt ei­nen Vor­ge­schmack auf das ge­plan­te IPO des füh­ren­den chi­ne­si­schen E-Com­mer­ce-An­bie­ters: Ali­ba­ba wird sei­ne Ak­ti­en eben­falls an der Nas­daq in New York ko­tie­ren und könn­te ge­mäss Schät­zun­gen bis zu 20 Mrd. $ ein­sam­meln. Ei­nen Ter­min gibt es noch nicht.

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