Vau­doi­se ver­äus­sert das Ge­schäft der In­suran­ce Wrap­per

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Der Ver­si­che­rer Vau­doi­se steigt aus dem in­ter­na­tio­nal be­trie­be­nen Ge­schäft mit Ver­si­che­rungs­män­teln für gros­se Pri­vat­ver­mö­gen (In­suran­ce Wrap­per) aus. Die­se Ver­trä­ge se­hen ei­ne se­pa­ra­te Kon­to- und De­pot­füh­rung ge­mäss In­struk­tio­nen des Ver­si­che­rungs­kun­den vor und sind ei­ne Va­ri­an­te an­la­ge­ge­bun­de­ner Po­li­cen, de­ren Aus­zah­lung im Er­le­bens­fall der ver­si­cher­ten Per­son von der Wert­ent­wick­lung des hin­ter­leg­ten Ver­mö­gens ab­hängt.

Die Fi­nanz­markt­auf­sicht hat die hie­si­gen As­se­ku­ranz­an­bie­ter mehr­fach auf Re­pu­ta­ti­ons­ri­si­ken die­ser Pro­duk­te hin­ge­wie­sen. Sie dro­hen bei un­sach­ge­mäs­ser Prü­fung des wirt­schaft­lich Be­rech­tig­ten be­rück­sich­tig­ter Ver­mö­gen oder Ver­stös­sen ge­gen na­tio­na­le Steu­er­ge­set­ze.

Die West­schwei­zer Grup­pe ver­äus­sert die in Va­duz an­säs­si­ge Toch­ter­ge­sell­schaft Va­lor­li­fe für ei­nen un­ge­nann­ten Be­trag an das liech­ten­stei­ni­sche Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men We­alth As­suran­ce. Es ist Teil der pri­va­ten US-Fi­nanz­grup­pe Cor Ca­pi­tal und bie­tet den Kun­den nach ei­ge­ner Aus­sa­ge dank der liech­ten­stei­ni­schen Ver­si­che­rungs­pri­vi­le­gi­en rechts­kon­for­me Al­ter­na­ti­ven zum üb­li­chen Pri­va­te Ban­king.

Va­lor­li­fe hat im zu­rück­lie­gen­den Jahr knapp 30% der Vau­doi­se-Ge­samt­ein­nah­men von 1,4 Mrd. Fr. ein­ge­bracht. Mit le­dig­lich 7 Mio. Fr. ist ihr An­teil am Über­schus­sto­tal von 126 Mio. Fr. al­ler­dings weit ge­rin­ger. «Der Ge­winn­bei­trag des Be­reichs ist stets be­schei­den ge­blie­ben», sagt Un­ter­neh­mens­spre­che­rin Nat­ha­lie Fol­lo­nier-Kehr­li auf An­fra­ge. Da die­se Ge­schäfts­art we­nig Ri­si­ko­ka­pi­tal bin­de, sei die Ei­gen­ka­pi­tal­ren­di­te den­noch at­trak­tiv. Ge­mäss Spar­ten­bi­lanz ar­bei­tet Va­lor­li­fe mit Ak­ti­ven von 4,5 Mrd. Fr. und Ei­gen­mit­teln von 47 Mio. Fr.

Der Ver­kauf von Va­lor­li­fe wer­de dem Vau­doi­se-Ma­nage­ment die Kon­zen­tra­ti­on auf die we­sent­li­chen Ele­men­te der Stra­te­gie er­mög­li­chen, er­gänz­te die Spre­che­rin. Die Trans­ak­ti­on ver­min­de­re zu­dem das Ka­pi­tal­er­for­der­nis ge­mäss dem Auf­sichts­re­gu­la­tiv SST.

Der Ent­scheid sei be­reits vor Mo­na­ten ge­fal­len, da das Um­feld für das Wrap­per-Ge­schäft kom­ple­xer ge­wor­den sei. Da Vau­doi­se sonst aus­schliess­lich in der Schweiz tä­tig ist, bin­de die Si­che­rung der Ein­hal­tung al­ler recht­li­chen Be­lan­ge (Com­p­li­an­ce) un­ver­hält­nis­mäs­si­ge per­so­nel­le und fi­nan­zi­el­le Res­sour­cen.

Das von der Vau­doi­se-Ge­nos­sen­schaft kon­trol­lier­te Un­ter­neh­men ist über­aus ka­pi­tal­kräf­tig. Die Kon­zen­tra­ti­on auf den lu­kra­ti­ven Heim­markt stützt den Er­trag. In den deutsch­spra­chi­gen Lan­des­tei­len ist Vau­doi­se noch un­ter­re­prä­sen­tiert, wes­halb sie auf Jah­re hin­aus Wachs­tums­po­ten­zi­al hat. Der Aus­stieg aus dem Wrap­per-Ge­schäft hat die Va­lo­ren am Di­ens­tag be­flü­gelt. Den­noch sind sie ge­mes­sen am Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 9 im Bran­chen­ver­gleich güns­tig. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Vau­doi­se im On­line-Ak­ti­en­füh­rer: fuw.ch/VAHN

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