Zur Per­son

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - AT

Der 75-jäh­ri­ge Ro­ma­no Pro­di war zwei­mal Mi­nis­ter­prä­si­dent Ita­li­ens, von 1996 bis 1998 für das brei­te Wahl­bünd­nis L’Uli­vo und 2006 bis 2008 für die De­mo­kra­ti­sche Par­tei. In sei­ner ers­ten Amts­zeit galt er als ita­lie­ni­scher Va­ter des Eu­ros. Ei­nes der Haupt­zie­le sei­ner da­ma­li­gen Re­gie­rung war, dass Ita­li­en die Auf­nah­me­kri­te­ri­en für die Wäh­rungs­ge­mein­schaft er­fül­len kann. Län­ger als sei­ne Re­gie­rungs­zeit in Ita­li­en dau­er­te sei­ne Amt­s­pe­ri­ode als Prä­si­dent der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on: von 1999 bis 2004.

Pro­di stu­dier­te in Mai­land und an der Lon­don School of Eco­no­mics. Da­nach lehr­te er als Pro­fes­sor für In­dus­trie­po­li­tik in Bo­lo­gna und war Lei­ter der staat­li­chen In­dus­trie­hol­ding IRI. Seit 2010 ist er Pro­fes­sor für den chi­ne­sisch-eu­ro­päi­schen Dia­log an der füh­ren­den Bu­si­ness School Chi­nas, der CEIBS. In Ka­sachs­tan ist er seit 2010 Mit­glied des in­ter­na­tio­na­len Be­ra­ter­gre­mi­ums des Prä­si­den­ten.

Ro­ma­no Pro­di zeig­te sich im Ge­spräch mit «Fi­nanz und Wirt­schaft» stolz, bis­her je­de Wahl ge­gen den Me­di­en­mo­gul Sil­vio Ber­lus­co­ni ge­won­nen zu ha­ben – «auch oh­ne Geld».

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