Nächs­ter Med­tech-Coup?

Finanz und Wirtschaft - - GESUNDHEIT - DF

«Der Wunsch nach ei­ner Nenn­wert­re­duk­ti­on be­steht seit Län­ge­rem bei un­se­ren Klein­ak­tio­nä­ren.»

Der bis­her zweit­gröss­te Her­stel­ler von künst­li­chen Hüft- und Kni­e­im­plan­ta­ten, Stry­ker, steht un­ter Zug­zwang. We­gen der En­de April an­ge­kün­dig­ten 13,4-Mrd.-$-Über­nah­me von Bio­met durch Zim­mer muss der US-Kon­zern in dem auf rund 33 Mrd. $ ge­schätz­ten Or­tho­pä­die­markt künf­tig mit dem drit­ten Platz Vor­lieb neh­men. Ei­ne Über­nah­me der Num­mer fünf, Smith & Ne­phew (S&N), bö­te Stry­ker die Chan­ce, sich wie­der vor Zim­mer auf den zwei­ten Rang hin­ter Markt­füh­rer John­son & John­son zu schie­ben (vgl. Ku­chen­gra­fik).

Die Ak­ti­en von S&N stie­gen am Mitt­woch in Lon­don zeit­wei­se über 17% auf 1120 p, nach­dem die «Fi­nan­ci­al Ti­mes» be­rich­tet hat­te, Stry­ker be­rei­te ein Über­nah­me­an­ge­bot für das bri­ti­sche Un­ter­neh­men vor. Ob­wohl Stry­ker glei­chen­tags die Spe­ku­la­tio­nen de­men­tier­te, schlos­sen die S&N-Ti­tel über 4% hö­her und ge­wan­nen auch am Don­ners­tag und Frei­tag. Im Wo­chen­ver­lauf re­sul­tier­te ein Plus von 11% auf gut 1050 p.

Die meis­ten Ana­lys­ten sind sich ei­nig, dass die Ta­ge der Un­ab­hän­gig­keit für S&N ge­zählt sind. Ein Zu­sam­men­schluss mit Stry­ker wür­de sub­stan­zi­el­le Sy­ner­gi­en er­mög­li­chen, nicht zu­letzt in der Schweiz, wo bei­de Kon­zer­ne ge­wich­ti­ge Ak­ti­vi­tä­ten in der Pro­duk­ti­on und Lo­gis­tik ha­ben. Auf Ba­sis ei­nes KGV 2014 von 21 wer­den die S&N-Ak­ti­en al­ler­dings be­reits mit ei­nem Auf­schlag ge­gen­über Zim­mer (KGV von 17) und Stry­ker (18) ge­han­delt. Das spricht ge­gen ei­ne grös­se­re Über­nah­me­prä­mie.

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