Von Roll mit Wand­ler

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

UDas BIP der Schweiz ist im ers­ten Quar­tal im Ver­gleich zum Vor­jahr 2% ge­wach­sen.

nter der Fe­der­füh­rung der Pri­vat­bank IHAG Zü­rich be­gibt Von Roll ei­ne un­be­si­cher­te Wan­del­an­lei­he über 61 Mio. Fr. mit Fäl­lig­keit 2020 und ei­nem Cou­pon von 11⁄ teilt der In­dus­trie­kon­zern mit. Der Er­lös wer­de für all­ge­mei­ne Un­ter­neh­mens­zwe­cke ver­wen­det. Das Pa­pier ( Va­lor 24 523 928) sei «als sechs­jäh­ri­ge klas­si­sche Wan­del­an­lei­he» struk­tu­riert. Sie wer­de in rund 30 Mio. In­ha­ber­ak­ti­en Von Roll wan­del­bar sein, dies ent­spre­che rund 16% der aus­ge­ge­be­nen Ak­ti­en. Für die Lie­fe­rung bei Wand­lung wer­den den An­ga­ben zu­fol­ge neue Ak­ti­en aus dem be­ding­ten Ka­pi­tal zur Ver­fü­gung ge­stellt. Der Wand­lungs­preis ist 2.40 Fr., der Aus­ga­be- und Rück­zah­lungs­preis be­trägt 100%. Han­dels­be­ginn an der SIX Swiss Ex­ch­an­ge ist für den 12. Ju­ni vor­ge­se­hen, die Li­be­rie­rung ist vor­aus­sicht­lich am 18. Ju­ni.

Der Wand­ler wird den bis­he­ri­gen Von-Roll-An­teils­eig­nern pro­por­tio­nal zu ih­rem Ak­ti­en­be­sitz zur Zeich­nung an­ge­bo­ten. Durch die Wand­lung wer­de für sie­ben be­ste­hen­de Ak­ti­en ei­ne neue ge­schaf­fen. Dem­ent­spre­chend ha­be je­der Ak­tio­när das Recht, für 2913 Ak­ti­en, die am 2. Ju­ni vor Bör­sen­be­ginn ge­hal­ten wer­den, ba­sie­rend auf ei­nem Emis­si­ons­vo­lu­men von 61 Mio. Fr., ei­nen Wan­de­l­an­teil­schein zum No­mi­nal­wert von 1000 Fr. zu be­zie­hen.

Die Vor­weg­zeich­nungs­rech­te sind den An­ga­ben zu­fol­ge nicht han­del­bar. Vor­weg­zeich­nungs­rech­te, die nicht zwi­schen dem 2. und dem 11. Ju­ni durch die Ak­tio­nä­re aus­ge­übt wer­den, ver­fal­len ent­schä­di­gungs­los. Die Haupt­ak­tio­närs­grup­pe ver­pflich­tet sich, al­le nicht ver­kauf­ten Wandelanleihen zu über­neh­men. Die end­gül­ti­ge Zu­tei­lung wer­de vor­aus­sicht­lich am 12. Ju­ni be­kannt­ge­ge­ben.

Das rea­le Brut­to­in­land­pro­dukt (BIP) der Schweiz ist im ers­ten Quar­tal ge­gen­über dem vier­ten Quar­tal 2013 um 0,5% ge­stie­gen, teilt das Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft (Seco) mit. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist das ei­ne Zu­nah­me von 2%. Auf der Ver­wen­dungs­sei­te tru­gen vor al­lem die Han­dels­bi­lanz mit Wa­ren und Di­enst­leis­tun­gen so­wie die Bau­in­ves­ti­tio­nen zum Wachs­tum der Schwei­zer Wirt­schaft bei. Auf der Pro­duk­ti­ons­sei­te, al­so der Wert­schöp­fung nach Bran­chen, lie­fer­ten vor al­lem die In­dus­trie, der Gross­han­del und die Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen die stärks­ten Wachs­tums­bei­trä­ge.

Das Quar­tals­wachs­tum sei auf den ers­ten Blick «recht so­li­de», es hät­ten je­doch Son­der­ef­fek­te ei­ne we­sent­li­che Rol­le ge­spielt. Dar­auf weist Bak Ba­sel hin. So hät­ten sich die Gü­ter­ex­por­te wie­der ver­bes­sert, und ei­ne aus­ser­or­dent­lich güns­ti­ge Wit­te­rung ha­be die oh­ne­hin schon re­ge Bau­tä­tig­keit noch­mals be­güns­tigt. Ent­täu­schend hät­ten sich da­ge­gen der pri­va­te Kon­sum so­wie die Aus­rüs­tungs­in­ves­ti­tio­nen ent­wi­ckelt.

Die Kon­su­men­ten­stim­mung hat sich im April leicht ein­ge­trübt: Der UBS-Kon­su­min­di­ka­tor ging von 1,84 auf 1,72 zu­rück. Der Rück­gang wur­de durch ei­nen deut­lich bes­se­ren Ge­schäfts­gang im De­tail­han­del und et­was hö­he­re Im­ma­tri­ku­la­tio­nen von Neu­wa­gen ab­ge­schwächt. Die Kon­su­men­ten in der Schweiz be­ur­teil­ten die künf­ti­ge wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung et­was schlech­ter.

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