Fin­ma knöpft sich Ban­ker vor

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - MH

Die Fi­nanz­markt­auf­sicht Fin­ma hat sich neue Leit­li­ni­en zum En­force­ment und zur Kom­mu­ni­ka­ti­on ge­ge­ben. Um die ab­schre­cken­de Wir­kung zu ver­stär­ken, «legt die Fin­ma neu mehr Ge­wicht auf das Vor­ge­hen ge­gen na­tür­li­che Per­so­nen», teil­te sie die­se Wo­che mit.

In der Markt­auf­sicht legt die Fin­ma die Prio­ri­tät neu auf die Be­kämp­fung von Markt­miss­bräu­chen und In­si­der­ge­schäf­ten. Dar­über hin­aus rich­te sie das Au­gen­merk auf das Markt­ver­hal­ten der be­auf­sich­ti­gen Un­ter­neh­men «und de­ren An­ge­stell­ten» im In- und Aus­land.

Das En­force­ment setzt dann ein, wenn die Be­hör­de Fehl­ver­hal­ten ver­mu­tet. «Zur Ver­stär­kung der prä­ven­ti­ven Wir­kung von En­force­ment legt die Fin­ma neu mehr Ge­wicht auf das Vor­ge­hen ge­gen na­tür­li­che Per­so­nen, die Auf­sichts­recht mut­mass­lich schwer ver­letzt ha­ben», heisst es wei­ter. Das be­deu­tet, dass Bank­mit­ar­bei­ter, und nicht nur Ban­ken, an die Kas­se kom­men. Ein Ex­em­pel scheint die Fin­ma im Fall Co­op sta­tu­iert zu ha­ben (vgl. Sei­te 14).

Fin­ma-CEO Mark Bran­son sag­te die­se Wo­che in ei­ner Re­de in Genf, Bus­sen hät­ten bis­her kei­ne dis­zi­pli­nie­ren­de Wir­kung ge­zeigt. Er hält Sank­tio­nen für wirk­sa­mer, die ganz di­rekt das Fehl­ver­hal­ten ein­zel­ner Per­so­nen be­stra­fen. Auch of­fen­si­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on (hier ist wohl das «Na­me and Sha­me» ge­meint) soll ab­schre­cken.

Die Fin­ma kann Rü­gen er­tei­len, Mass­nah­men an­ord­nen, Be­rufs­ver­bo­te bis zu fünf Jah­ren aus­spre­chen und Ge­win­ne ein­zie­hen. Ei­gent­li­che Bus­sen ge­hö­ren nicht zu ih­rem In­stru­men­ta­ri­um. Bran­son sag­te, die Be­hör­de ha­be die En­force­ment-Ab­tei­lung auf 80 Per­so­nen auf­ge­stockt. Seit 2009 ha­be sich die Zahl der Fäl­le auf 750 ver­drei­facht.

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