Zah­len­ka­rus­sell dreht wei­ter

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - PHG

Gold- und Sil­ber­för­de­rer lei­den un­ter den tie­fen Prei­sen für Edel­me­tall.

Da­ne­ben be­weg­ten Quar­tals­bi­lan­zen die Pa­pie­re eu­ro­päi­scher Gross­ban­ken. Deut­sche Bank (24.88 €, –0,9%) san­ken, nach­dem das In­sti­tut im drit­ten Quar­tal ro­te Zah­len ge­schrie­ben hat­te. Rück­stel­lun­gen für Rechts­strei­tig­kei­ten fras­sen den ge­sam­ten Ge­winn auf. Auch Bar­clays (240,8 p, +6,4%) er­höh­te die Rück­stel­lun­gen für all­fäl­li­ge Buss­gel­der. Bei­de Fi­nanz­häu­ser mel­de­ten, dass die Ge­schäf­te im In­vest­ment Ban­king we­ni­ger gut als er­hofft lie­fen.

Trotz des drei­mal hö­he­ren Quar­tals­ge­winns ver­fehl­te das zweit­gröss­te In­sti­tut Spa­ni­ens BBVA (8.91 €, –3,6%) die Ana­lys­ten­er­war­tun­gen. Der­weil mel­de­te BNP Pa­ri­bas (50.14 €, +1,3%) über­ra­schend ein Ge­winn­plus für das drit­te Quar­tal. We­ni­ger fau­le Kre­di­te und ei­ne bes­se­re Ent­wick­lung in al­len Ge­schäfts­be­rei­chen ver­half der fran­zö­si­schen Gross­bank zu ei­nem Ge­winn­plus von 11% auf 1,5 Mrd. €.

Schnei­der Electric (62.88 €, +8,6%) setz­ten sich nach der Vor­la­ge von Um­satz­zah­len an die Spit­ze des eu­ro­päi­schen Aus­wahl­in­de­xes. Der In­dus­trie­kon­zern stei­ger­te im drit­ten Quar­tal die Er­lö­se um 7% und da­mit stär­ker als von Ana­lys­ten er­war­tet.

Eben­falls deut­lich fes­ter ten­dier­ten To­tal (47.42 €, 5,6%). Der Öl- und Gas­kon­zern leg­te wie Eni (17 €, +3,7%) und Roy­al Dutch Shell (28.49 €, +2,2%) in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te Quar­tals­zah­len vor (vgl. Sei­te 14).

We­gen der Auf­wer­tung des USDol­lar no­tier­ten die Un­zen­prei­se für Gold und Sil­ber am Frei­tag so tief wie seit vier Jah­ren nicht mehr. Dies wirk­te sich auch auf die Pa­pie­re der Edel­me­tall­för­de­rer Rand­gold Re­sour­ces (3678 p, –8,3%) und Fres­nil­lo (697,5 p, –9%) aus, de­ren Kur­se eben­falls zu­rück ka­men. Ei­ne Auf­wer­tung des Dol­lars macht die Edel­me­tal­le für In­ves­to­ren aus­ser­halb der USA teu­rer. Wei­ter dämpft die Er­war­tung an­stei­gen­der Zin­sen in den USA die Angst der An­le­ger vor ei­ner Teue­rung. Da­her ist Gold auch als In­fla­ti­ons­schutz we­ni­ger ge­fragt.

Neue Me­di­ka­men­te und das Pflan­zen­schutz­mit­tel­ge­schäft ver­hal­fen Bay­er (113.45 €, +7,3%) im drit­ten Quar­tal zu ei­nem Um­sat­zund Ge­winn­plus. In der Fol­ge er­höh­te der Phar­ma- und Che­mie­kon­zern die Jah­res­pro­gno­se.

Schlech­tes Wetter in Chi­na so­wie die schwa­che Wirt­schafts- und un­si­che­re po­li­ti­sche La­ge in Russ­land mach­ten An­heu­ser-Busch InBev (88.11 €, +3,2%) zu schaf­fen. Der welt­gröss­te Bier­brau­er ver­kauf­te im drit­ten Quar­tal 2,7% we­ni­ger Bier.

Die Hoff­nung, dass die USNo­ten­bank das En­de des QE-Pro­gramms doch noch ver­schiebt, sorg­te zu­nächst für stei­gen­de Kur­se an Asi­ens Ak­ti­en­märk­ten. Doch selbst als die­se Hoff­nung ent­täuscht wur­de, stie­gen die Kur­se in Asi­en, dank gu­ter Kon­junk­tur­da­ten aus den USA. Über die Wo­che konn­te der MSCI Asia Pa­ci­fic 3,3% zu­le­gen.

Die Bank of Ja­pan über­rasch­te den Markt am Frei­tag mit der mas­si­ven Aus­wei­tung ih­res Quan­ti­ta­ti­ve Ea­sing, da die er­hoff­te In­fla­ti­ons­ra­te von 2% noch aus­ser Reich­wei­te liegt. Die No­ten­bank will den Markt nun jähr­lich mit 726 Mrd. $ flu­ten und die ETF-Käu­fe ver­drei­fa­chen. Der Ent­scheid lös­te ei­ne mas­si­ve Ral­ly an To­kios Börse aus: Der Nik­kei 225 sprang um 4,8%, im Ver­gleich zur Vor­wo­che liegt das Plus bei 7,3%.

Der ja­pa­ni­sche On­li­ne-Händ­ler Ra­ku­ten (1244 Yen, +5,8%) steigt ins Mo­bil­funk­ge­schäft ein

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