Kaum Neu­ge­schäft

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Aus­ser ei­ner Pri­vat­plat­zie­rung von UBS für Fon­da­ti­on pour les ter­rains in­dus­tri­els de Genè­ve über 32 Mio. Fr. mit zwan­zig Jah­ren Lauf­zeit gab es in der ab­ge­lau­fe­nen Ge­schäfts­wo­che kei­ne Neu­emis­sio­nen.

Stan­dard & Poor’s (S&P) hat den Aus­blick für Hel­ve­tia bei un­ver­än­der­ter Bo­ni­täts­no­te A auf sta­bil an­ge­ho­ben. Seit Ju­ni stand die Ver­si­che­rung bei S&P auf der Be­ob­ach­tungs­lis­te mit ne­ga­ti­ven Im­pli­ka­tio­nen im Zu­sam­men­hang mit der Über­nah­me von Na­tio­na­le Suis­se. Nach­dem nun die

S&P hebt Aus­blick für Hel­ve­tia auf sta­bil, Kon­junk­tur läuft «freund­lich, aber un­auf­fäl­lig».

Fi­nan­zie­rung der Trans­ak­ti­on er­folg­reich ab­ge­schlos­sen sei, ver­fü­ge Hel­ve­tia wei­ter­hin über ei­ne sehr star­ke Ka­pi­tal­aus­stat­tung. Mit der Über­nah­me wer­de Hel­ve­tia ih­re ho­he Prä­senz auf dem Heim­markt noch ver­stär­ken und das Ge­schäfts­ri­si­ko­pro­fil wei­ter ver­bes­sern kön­nen.

Das Kon­junk­tur­ba­ro­me­ter der Kon­junk­tur­for­schungs­stel­le (Kof) ist im Ok­to­ber von 99,3 um 0,5 Punk­te auf 99,8 ge­stie­gen. Es hat sei­nen lang­jäh­ri­gen Durch­schnitt fast wie­der er­reicht, schreibt die Kof. Die Schwei­zer Kon­junk­tur « dürf­te sich dem­nach in den kom­men­den Mo­na­ten freund­lich, aber un­auf­fäl­lig ent­wi­ckeln». Der UBSKon­su­min­di­ka­tor ist im Sep­tem­ber leicht von 1,28 auf 1,41 ge­stie­gen. Da­mit wur­de der Ab­wärts­trend der ver­gan­ge­nen drei Mo­na­te ge­stoppt, teilt die Gross­bank mit. Nicht zu­letzt we­gen des reg­ne­ri­schen Som­mers sank die An­zahl der Ho­tel­über­nach­tun­gen von In­län­dern in den ers­ten acht Mo­na­ten ge­gen­über Vor­jahr um 0,7%. Dies mach­te sich auch im Kon­su­min­di­ka­tor ne­ga­tiv be­merk­bar. Ab Sep­tem­ber dürf­te sich der Schwei­zer Tou­ris­mus leicht er­ho­len, er­war­tet die UBS. Die Im­ma­tri­ku­la­tio­nen von Neu­wa­gen sta­bi­li­sier­ten sich im Sep­tem­ber. Mit +0,1% blei­ben Neu­wa­gen­re­gis­trie­run­gen sai­son­be­rei­nigt zum Vor­mo­nat fast un­ver­än­dert; von Ja­nu­ar bis Sep­tem­ber re­sul­tiert ein Mi­nus von 3,2% zum Vor­jahr. Der De­tail­han­del ver­harr­te im Sep­tem­ber bei –2 im ne­ga­ti­ven Be­reich.

Die deut­schen Ban­ken ha­ben ih­re Kre­dit­an­ge­bots­po­li­tik im drit­ten Quar­tal im Ge­schäft mit Un­ter­neh­men et­was ge­lo­ckert, im Be­reich der pri­va­ten Bau­fi­nan­zie­run­gen leicht ver­schärft und bei Kon­su­men­ten­kre­di­ten nicht ver­än­dert. Das er­gab die jüngs­te Um­fra­ge im Rah­men des Bank Len­ding Sur­vey der Deut­schen Bun­des­bank.

Er­gän­zend da­zu zeigt der jüngs­te Kon­junk­tur­test des Münch­ner Ifo-In­sti­tuts, dass deut­sche Un­ter­neh­men nicht un­be­dingt den An­lei­hen­markt in An­spruch zu neh­men brau­chen, da sie sich «wei­ter­hin sehr gut mit Bank­kre­di­ten fi­nan­zie­ren» kön­nen. Die Kre­dit­hür­de für die ge­werb­li­che Wirt­schaft sei im Ok­to­ber auf 17,7% ge­fal­len, nach 18,4% im Sep­tem­ber.

Es blei­be ab­zu­war­ten, in­wie­weit der Ban­ken­stress­test der EZB sich auf die wei­te­re Ent­wick­lung aus­wir­ken wer­de. Laut Ifo ist die Kre­dit­hür­de im ver­ar­bei­ten­den Ge­wer­be in Deutsch­land um 1,1 Pro­zent­punk­te auf 15,8% ge­fal­len. Bei den Gross­un­ter­neh­men gab sie noch­mals auf 12,2% nach. Auch klei­ne und mitt­le­ren Fir­men hat­ten den An­ga­ben zu­fol­ge im Ok­to­ber we­ni­ger Pro­ble­me bei der Kre­dit­ver­ga­be mit den Ban­ken als im Sep­tem­ber.

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