Fu­g­ro-Ak­ti­en im frei­en Fall

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - HTZ,

Das in der Öl- und Gas­in­dus­trie tä­ti­ge nie­der­län­di­sche Geo­lo­gie­un­ter­neh­men Fu­g­ro ist für An­le­ger ei­ne her­be Ent­täu­schung. Nach­dem es an­ge­kün­digt hat­te, dass die Di­vi­den­de für die­ses Jahr ge­stri­chen wer­den soll, folg­te di­rekt ei­ne wei­te­re Hi­obs­bot­schaft. Zum drit­ten Mal in Fol­ge warn­te die Ge­sell­schaft vor ei­nem wei­ter­hin sin­ken­den Ge­winn. Die Fu­g­ro-Ak­ti­en wa­ren in den ver­gan­ge­nen Ta­gen im frei­en Fall.

Auch ist der Fu­g­ro-Ver­wal­tungs­rat und lang­jäh­ri­ge CEO Gert-Jan Kra­mer plötz­lich zu­rück­ge­tre­ten. Er hat im Som­mer be­vor der Kurs­sturz ein­setz­te 25 Mio. Fu­g­ro-Ak­ti­en ver­kauft und steht da­her un­ter In­si­der­ver­dacht, der aber noch nicht be­wie­sen ist. Kra­mer be­haup­tet, er ha­be sei­ne Ak­ti­en auf Druck sei­ner Bank ver­kau­fen müs­sen, weil sie die Ga­ran­tie für ei­nen Kre­dit wa­ren.

Die bel­gi­sche KBC-Bank warnt in ei­ner Ana­ly­se über Fu­g­ro, dass das Geo­tech-Un­ter­neh­men schon En­de des Jah­res un­ter die mit den Ban­ken ver­ein­bar­te Net­to­schuld-Ebit­da-Ra­tio sa­cken wer­de. Ge­mäss Fu­g­ro-Chef Paul van Riel ist die Di­vi­den­den­strei­chung not­wen­dig, «um die Bi­lanz zu stär­ken». Seit dem Bör­sen­gang von Fu­g­ro im Jahr 1992 hat­te das Un­ter­neh­men die Di­vi­den­de nie ge­kürzt. Da­mit ist es nun vor­bei. Die Glaub­wür­dig­keit von Fu­g­ro steht auf dem Spiel. An­le­ger soll­ten die Fin­ger von den Ak­ti­en las­sen.

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