Hö­he­res Ri­si­ko am Woh­nungs­markt

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Die Ri­si­ken für den Schwei­zer Im­mo­bi­li­en­markt sind im drit­ten Quar­tal des lau­fen­den Jah­res erst­mals seit Mit­te 2013 «si­gni­fi­kant» ge­stie­gen. Der UBS Swiss Re­al Esta­te Bub­b­le In­dex hat in den drei Mo­na­ten bis Sep­tem­ber auf 1,29 Punk­te zu­ge­legt, von zu­vor 1,24 Punk­ten, wie aus ei­ner von der UBS am Di­ens­tag ver­öf­fent­lich­ten Mit­tei­lung her­vor­geht. Ein Wert über 2 Punk­ten im In­dex si­gna­li­siert ei­ne Bla­se.

«Tie­fe Preis­stei­ge­run­gen füh­ren je­weils zu ei­ner Ab­nah­me der Ri­si­ken, wenn gleich­zei­tig Ein­kom­men, Kon­su­men­ten­prei­se und Mie­ten stär­ker stei­gen», schrei­ben die Im­mo­bi­li­en­ex­per­ten Mat­thi­as Holz­hey und Clau­dio Sa­pu­tel­li von der UBS in Zürich. Das sei je­doch nicht ge­sche­hen.

Die ex­pan­si­ve Geld­po­li­tik der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank (SNB) hat die Kos­ten für die Auf­nah­me ei­ner Hy­po­thek nied­rig ge­hal­ten, was zu ei­nem star­ken An­stieg der Wohn­im­mo­bi­li­en­prei­se ge­führt hat. Um zu ver­hin­dern, dass die Schweiz da­durch in ei­ne Im­mo­bi­li­en­kri­se wie in den Neun­zi­ger­jah­ren rutscht, hat die Re­gie­rung des­halb den Ban­ken auf­er­legt, Ka­pi­tal auf­zu­bau­en, um sie ge­gen Ab­schrei­bun­gen wi­der­stands­fä­hi­ger zu ma­chen.

Der so­ge­nann­te an­ti­zy­kli­sche Puf­fer wur­de im Ja­nu­ar auf 2% der hy­po­the­ken­be­zo­ge­nen Ver­mö­gens­wer­te ver­dop­pelt. Die Ban­ken hat­ten bis En­de Ju­ni des lau­fen­den Jah­res Zeit, die­sen Wert zu er­rei­chen. Der Puf­fer, den die Re­gie­rung auf Wunsch der SNB ein­ge­führt hat, kann bis auf 2,5% an­ge­ho­ben wer­den.

Ge­mäss UBS-In­dex sind sieb­zehn Re­gio­nen in der Schweiz be­son­ders ri­si­ko­reich, wo­bei Lu­zern aus die­ser Lis­te her­aus­ge­fal­len ist. Im ver­gan­ge­nen Quar­tal lag die Zahl bei acht­zehn. (Bloomberg)

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