Ali­ba­ba ern­tet Ap­plaus

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - CG

Die Jus­tiz­be­hör­den er­mit­teln ge­gen J. P. Mor­gan. Sprint setzt den Rot­stift an und streicht 2000 Stel­len.

könn­te sich die po­li­ti­sche Blo­cka­de in Wa­shing­ton et­was lo­ckern, was auch für die Fi­nanz­märk­te ei­ne er­freu­li­che Ent­wick­lung wä­re. Doch selbst in die­sem Fall sind die Chan­cen auf po­si­ti­ve Im­pul­se aus der Po­li­tik ver­hält­nis­mäs­sig ge­ring. Ent­schei­dend ist für In­ves­to­ren vor al­lem, dass es nicht er­neut zur Es­ka­la­ti­on um die Staats­fi­nan­zen kommt. Die­ses The­ma wird ab Mit­te März wie­der aktuell, wenn die Schul­den­gren­ze zu­rück ins Spiel kommt. Nach ak­tu­el­len Be­rech­nun­gen muss sie dann spä­tes­tens im Ok­to­ber 2015 er­höht wer­den.

Mit Wohl­wol­len wur­de das ers­te Quar­tals­er­geb­nis von Ali­ba­ba (101.80 $ am Mon­tag, +3,1% seit Don­ners­tag) seit dem Re­kord­de­büt an der Börse auf­ge­nom­men. We­gen Ak­ti­en­ver­gü­tun­gen an Mit­ar­bei­ten­de ver­zeich­net der chi­ne­si­sche In­ter­net­gi­gant zwar ei­nen Ge­winn­rück­gang von fast 40% auf knapp 500 Mio. $. Der Um­satz wuchs aber gut 50% auf 2,7 Mrd. $. Seit der 25 Mrd. $ um­fas­sen­den Pu­bli­kums­öff­nung vom 19. Sep­tem­ber sind die Ak­ti­en Ali­ba­ba über 50% vor­ge­rückt. Mit 257 Mrd. $ Ka­pi­ta­li­sie­rung bringt der Kon­zern an der Börse in­zwi­schen so­gar mehr auf die Waa­ge als Wal­Mart Sto­res (76.28 $, –0,2%).

Im Ban­ken­sek­tor neh­men die Rechts­strei­tig­kei­ten kein En­de. J. P. Mor­gan Cha­se (60.88 $, +2,5%) mel­de­te am Mon­tag nach Bör­sen­schluss, dass die Rück­stel­lun­gen für po­ten­zi­el­le Bus­sen um 1,3 auf 5,9 Mrd. $ er­höht wer­den muss­ten. Wie die gröss­te Bank Ame­ri­kas mit­teilt, hat das US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um nun ei­ne Straf­un­ter­su­chung we­gen Ver­dachts auf Ma­ni­pu­la­ti­on der Devisen­märkte er­öff­net. Das sorg­te am Di­ens­tag für Ab­ga­be­druck in den Fi­nanz­wer­ten. We­gen Er­mitt­lun­gen ver­schie­de­ner Be­hör­den in der De­vi­sen­af­fä­re hat­te Kon­kur­rent Ci­ti­group (53.47 $, +0,6%) be­reits letz­te Wo­che die Rück­stel­lun­gen er­höht und muss­te das Quar­tals­er­geb­nis nach­träg­lich von 3,4 auf 2,8 Mrd. $ nach unten kor­ri­gie­ren.

Sprint (6.20 $, +3,3%) muss har­te Mass­nah­men er­grei­fen. Der Mo­bil­funk­be­trei­ber hat im ver­gan­ge­nen Quar­tal 336 000 wei­te­re Kun­den ver­lo­ren. Hö­he­re Kos­ten zur Be­wer­bung des neu­en iPho­ne von App­le (109.40 $, +2,3%) ha­ben zu­dem die Mar­ge be­las­tet. Der Kon­zern setzt des­halb den Rot­stift an und ent­lässt 2000 Mit­ar­bei­ten­de. Die Spar­übung soll die Kos­ten jähr­lich um 1,5 Mrd. $ re­du­zie­ren. Die Ak­ti­en Sprint bra­chen am Di­ens­tag­mor­gen 18% ein. Der schlep­pen­de Ge­schäfts­gang hat das ja­pa­ni­sche Mut­ter­haus Soft­Bank da­zu ver­an­lasst, den Aus­blick zu dämp­fen.

Die Nach­rich­ten aus dem Agrar­sek­tor sind zu­letzt durch­wach­sen aus­ge­fal­len. Mit gros­ser Er­leich­te­rung nah­men In­ves­to­ren des­halb den Leis­tungs­aus­weis von Archer Da­ni­els Mid­land (47.25 $, +1,4%) auf. Der welt­gröss­te Ge­trei­de­ver­ar­bei­ter hat den Ge­winn im letz­ten Quar­tal um an­nä­hernd 60% auf rund 750 Mio. $ ge­stei­gert und da­mit die Er­war­tun­gen der Ana­lys­ten klar über­trof­fen. Vor die­sem Hin­ter­grund nah­men In­ves­to­ren es ge­las­sen, dass der Um­satz 15% auf gut 18 Mrd. $ zu­rück­ging. Die Va­lo­ren ADM rück­ten am Di­ens­tag­mor­gen nach der Re­sul­tat­pu­bli­ka­ti­on über 5% vor.

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