Ein bei­spiel­haf­ter Mo­nat

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - KLAUS GÖGGELMANN,

Beim Blick auf die Mo­nats­per­for­mance er­scheint der Ok­to­ber eher er­eig­nis­los. Ein leich­tes Plus stand bei den Ak­ti­en­märk­ten zu Bu­che, und auch die Wan­del­an­lei­hen konn­ten et­was zu­le­gen. Schaut man et­was ge­nau­er hin, er­kennt man, dass sich im ab­ge­lau­fe­nen Mo­nat ein klei­nes Dra­ma ab­spiel­te, wenn auch mit po­si­ti­vem Aus­gang. Ein­zel­ne Ak­ti­en­märk­te fie­len bis zur Mo­nats­mit­te um 10% und mehr und be­rei­te­ten den In­ves­to­ren schlaf­lo­se Näch­te. Wohl dem, der in die­sem Um­feld auf hy­bri­de Wan­del­an­lei­hen ge­setzt hat­te. Zwar konn­ten sich auch sie dem wid­ri­gen Um­feld nicht ent­zie­hen. Mit ei­nem Mi­nus von rund 3% hiel­ten sich die Ver­lus­te je­doch deut­lich in Gren­zen.

Der Ok­to­ber zeig­te den Vor­teil ei­ner kon­se­quen­ten Aus­rich­tung auf hy­bri­de Wan­del­an­lei­hen be­son­ders schön. Denn auf­grund des vor­he­ri­gen An­stiegs der Ak­ti­en­märk­te ist die durch­schnitt­li­che Ak­ti­en­sen­si­ti­vi­tät, das Del­ta, am brei­ten Markt deut­lich ge­stie­gen. Hy­bri­de Port­fo­li­os hiel­ten da­ge­gen we­gen der re­gel­mäs­si­gen Um­schich­tun­gen ihr Del­ta kon­stant. Folg­lich fiel der Rück­gang im brei­ten Markt mit 4,5% stär­ker aus. Be­son­ders er­freu­lich ist das Ver­hal- ten der hy­bri­den Wan­del­an­lei­hen auch an­ge­sichts der Tat­sa­che, dass sie re­la­tiv bil­li­ger ge­wor­den sind. Dies kommt im Rück­gang der im­pli­zi­ten Vo­la­ti­li­tät zum Aus­druck, des Mas­ses für den Preis des Wan­del­rechts. Seit An­fang Sep­tem­ber kam es zu ei­nem Rück­gang von über zwei Punk­ten auf knapp 29. In der Spit­ze lag der Rück­gang so­gar bei über fünf Punk­ten und sorg­te für zu­sätz­li­chen Druck zur fal­schen Zeit.

So er­staunt es kaum, dass in die­sem Um­feld we­nig neue Pa­pie­re den Weg an den Markt ge­fun­den ha­ben. Mit ei­nem Emis­si­ons­vo­lu­men von 2,4 Mrd. $ war der Ok­to­ber der mit Ab­stand schwächs­te Mo­nat des Jah­res. Emit­ten­ten aus Eu­ro­pa und Ja­pan wur­den über­haupt nicht ge­se­hen. Die­se tem­po­rä­re Flau­te am Pri­mär­markt in Ver­bin­dung mit ei­ner güns­ti­gen Be­wer­tung er­öff­net an­de­rer­seits den Pa­pie­ren am Se­kun­där­markt über­durch­schnitt­li­che Chan­cen. Al­lein schon ei­ne Nor­ma­li­sie­rung der Be­wer­tung dürf­te ei­ne Wert­stei­ge­rung von 1 bis 2% be­deu­ten, oh­ne dass die Ak­ti­en­märk­te über­haupt ei­nen Bei­trag leis­ten müss­ten.

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