Ab­wärts­druck bei Gold dürf­te an­hal­ten

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - GIO­VAN­NI STAUNOVO,

Die jüngs­te Schwä­che des Gold­prei­ses ist in ers­ter Li­nie auf wei­ter­hin so­li­de US-Wirt­schafts­da­ten und die letz­te Sit­zung des Of­fen­markt­aus­schus­ses der US-No­ten­bank zu­rück­zu­füh­ren. Der Goldpreis fiel am Don­ners­tag ver­gan­ge­ner Wo­che zum ers­ten Mal seit 2010 un­ter die Mar­ke von 1080 $ je Fein­un­ze auf 1061 $.

Die an­hal­ten­de Nor­ma­li­sie­rung der Geld­po­li­tik – letz­te Wo­che hat das Fe­deral Re­ser­ve sein Pro­gramm zur quan­ti­ta­ti­ven Lo­cke­rung be­en­det – dürf­te sich wei­ter­hin ne­ga­tiv auf den Goldpreis aus­wir­ken. Wir er­war­ten, dass die US-No­ten­bank an der Sit­zung im De­zem­ber oder im März ei­ne ers­te Zins­er­hö­hung für Mit­te 2015 si­gna­li­sie­ren und in der be­glei­ten­den Pres­se­kon­fe­renz die Än­de­rung im Rah­men des In­stru­ments «Steue­rung der Er­war­tun­gen» er­läu­tern wird.

Die An­pas­sung der Er­war­tun­gen der Markt­teil­neh­mer – die Fed-Funds-Fu­tures-Kur­ve no­tiert wei­ter­hin un­ter der An­lei­tung der US-No­ten­bank – dürf­te zu ver­mehr­ten Ab­flüs­sen bei Gold-ETF und ei­nem Rück­gang der Po­si­tio- nen in Gold-Fu­tures spe­ku­la­ti­ver An­le­ger füh­ren. Da­her muss der Goldpreis wei­ter sin­ken, um die Schmuck­nach­fra­ge in Asi­en (In­di­en und Chi­na) zu be­le­ben. Bei ei­nem Ni­veau von 1050 $ pro Fein­un­ze, un­se­rer un­ver­än­der­ten Zwölf­mo­nats­pro­gno­se, dürf­te der Goldpreis nied­rig ge­nug sein, um die phy­si­sche Nach­fra­ge an­zu­kur­beln. Zu­dem sind Pro­duk­ti­ons­kür­zun­gen der Mi­nen not­wen­dig, da­mit der Gold­markt wie­der ins Gleich­ge­wicht kommt.

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