Wei­te­re Ent­wick­lun­gen

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - MH

Das Steu­er­the­ma wird nicht ver­schwin­den. Es ist so­gar denk­bar, dass der in­ter­na­tio­na­le Druck selbst die USA ge­le­gent­lich da­zu bringt, glo­ba­le Stan­dards um­zu­set­zen (vgl. Box ne­ben­an). «Die Schwei­zer Ban­ken er­war­ten, dass Un­ge­reimt­hei­ten an­ge­spro­chen und be­sei­tigt wer­den», schreibt die Ban­kier­ver­ei­ni­gung. Da­für ge­be es den Peer-Re­view-Pro­zess des Glo­bal Fo­rum, der die Ein­hal­tung des Stan­dards si­cher­stel­len soll.

Hoff­nun­gen auf ein ech­tes Le­vel Play­ing Field sind viel­leicht na­iv. Gleich­zei­tig ist es un­rea­lis­tisch an­zu­neh­men, dass das wahr­schein­li­che Ge­fäl­le bei der Um­set­zung des AIA die Schweiz zum Aus­sche­ren be­we­gen könn­te. Zu gross ist die Angst der Wirt­schaft, dass ein Ab­seits­ste­hen beim AIA für sie um­ge­hend in­ter­na­tio­na­le Kri­tik und Sank­tio­nen be­deu­ten wür­de. «Das wä­re viel schäd­li­cher für den Fi­nanz­platz, als es die kri­ti­sier­ten Punk­te im AIA-Stan­dard sind», sa­gen die Ban­kiers.

In Rich­tung «in­ter­na­tio­na­ler Stan­dards» geht es wohl mit dem steu­er­li­chen Bank­ge­heim­nis im In­land. Die Spit­zen von UBS und Raiff­ei­sen ha­ben ihm die Un­ter­stüt­zung ent­zo­gen. Jetzt dis­tan­ziert sich auch der Prä­si­dent der Ban­kier­ver­ei­ni­gung, Patrick Odier, vom in­län­di­schen Bank­ge­heim­nis al­ter Prä­gung: «Ich wä­re sehr froh, wenn wir den AIA nicht brau­chen. Wenn es kaum noch Steu­er­hin­ter­zie­hung gibt, braucht es kei­ne wei­te­ren Mass­nah­men.»

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