Wann geht es los?

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ -

Vor­aus­set­zung für die An­wen­dung des AIA ist ei­ne Ver­ein­ba­rung zwi­schen den be­tei­lig­ten Staa­ten. Die Schwei­zer Re­gie­rung hat die Kom­pe­tenz nicht, den AIA im Al­lein­gang ein­zu­füh­ren. Das Par­la­ment muss die Ab­kom­men mit den Part­ner­staa­ten ab­seg­nen. Zu­dem wird im Schwei­zer Recht ei­ne Ge­set­zes­än­de­rung nö­tig.

Im ers­ten Quar­tal 2015 dürf­te der Bun­des­rat ei­ne AIA-Vor­la­ge in die Ver­nehm­las­sung schi­cken. Sie wird den stan­dar­di­sier­ten Aus­tausch von Da­ten aus­län­di­scher Kun­den mit den Fis­kal­be­hör­den des Steu­er­do­mi­zil­lan­des um­fas­sen. Ei­ne Ge­set­zes­vor­la­ge müss­te dem Par­la­ment eben­falls noch 2015 vor­ge­legt wer­den. Zu­dem muss Ar­ti­kel 47 des Ban­ken­ge­set­zes (das Bank­ge­heim­nis) in Be­zug auf aus­län­di­sche Kun­den in Steu­er­an­ge­le­gen­hei­ten auf­ge­ho­ben wer­den.

Der Zeit­plan ist am­bi­tio­niert, wenn der AIA wie ver­spro­chen im Ja­nu­ar 2017 in Kraft tre­ten soll, so­dass 2018 erst­mals Da­ten ge­lie­fert wer­den kön­nen. Eben­falls nächs­tes Jahr könn­te (und müss­te) ein Ab­kom­men mit der EU ste­hen (ein bi­la­te­ra­les mit der EU oder ein mul­ti­la­te­ra­les mit ei­ner Grup­pe von EU-Län­dern). Der Bun­des­rat hat das Ver­hand­lungs­man­dat im Ok­to­ber for­mell ver­ab­schie­det. Die Ge­sprä­che mit der EU sind of­fen­bar ziem­lich fort­ge­schrit­ten. So­bald ein AIAAb­kom­men vor­liegt, dürf­te Be­we­gung in die Bank­bran­che kom­men.

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