Für Lan­xess gibt es kein Schnell­re­zept

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Die Ak­ti­en Lan­xess ha­ben in den letz­ten zwei Han­dels­ta­gen der Wo­che un­ter ho­hem Ab­ga­be­druck ge­stan­den. Die am Don­ners­tag – dem Ka­pi­tal­markt­tag des Che­mie­kon­zerns – pu­bli­zier­ten Quar­tals­zah­len sind nicht der Grund da­für: Sie ha­ben die Er­war­tun­gen er­füllt.

Viel­mehr ist es der Blick vor­aus, der An­le­ger be­un­ru­higt. Nicht nur hat CEO Mat­thi­as Za­chert am Don­ners­tag ei­nen neu­er­li­chen Jah­res­ver­lust nicht aus­ge­schlos­sen, der Ka­pi­tal­markt­tag hat auch be­wusst ge­macht, dass Lan­xess nicht mit ei­nem Schnell­re­zept auf Vor­der­mann ge­bracht wer­den kann.

Ak­ti­vi­tä­ten im Um­fang von 40% des Um­sat­zes sei­en «her­aus­ge­for­dert», sag­te Za­chert. Be­son­ders gilt das für das Ge­schäft mit syn­the­ti­schem Kaut­schuk, in dem sich Lan­xess als Markt­füh­rer sieht. Neue Wett­be­wer­ber, Über­ka­pa­zi­tät und Preis­druck schaf­fen hier Pro­ble­me, auch län­ger­fris­tig. Lan­xess selbst hat zwei An­la­gen, die bald in Be­trieb ge­hen soll­ten. Sie wer­den aber nur «gra­du­ell an­ge­fah­ren». Das ver­ur­sacht Kos­ten.

Das nun im De­tail vor­ge­stell­te Spar­pa­ket, das die Kos­ten 150 Mio. € (im Rah­men der Er­war­tun­gen) sen­ken soll, ist da nur Sym­ptom­be­kämp­fung. Wei­te­re Kom­po­nen­ten des drei­pha­si­gen Re­struk­tu­rie­rungs­pro­gramms wer­den erst mit­tel­fris­tig wirk­sam, dar­un­ter das Be­stre­ben, das Port­fo­lio bes­ser aus­zu­ba­lan­cie­ren. Da­zu dürf­ten Zu­käu­fe nö­tig sein; grös­se­re zu stem­men, ist Lan­xess aber noch nicht in der La­ge.

Aus die­sen Grün­den ist es zu früh, schon auf das Ge­lin­gen des erst auf­ge­gleis­ten Tur­narounds zu set­zen.

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