Al­piq ver­klagt Ru­mä­ni­en

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - ML

Al­piq wehrt sich mit ei­ner in­ter­na­tio­na­len Schieds­kla­ge ge­gen die Kün­di­gung von Lie­fer­ver­trä­gen. Die Kla­ge ba­siert auf ei­ner bi­la­te­ra­len so­wie ei­ner mul­ti­la­te­ra­len Ver­ein­ba­rung. Die vom ru­mä­ni­schen Staat kon­trol­lier­te Hidro­electri­ca hat­te per 1. Au­gust 2012 lang­fris­ti­ge Lie­fer­ver­trä­ge mit zwei Toch­ter­ge­sell­schaf­ten von Al­piq be­en­det. Hidro­electri­ca be­fand sich zu die­sem Zeit­punkt in ei­nem In­sol­venz­ver­fah­ren. Al­piq er­griff dar­auf­hin al­le ver­füg­ba­ren lo­ka­len Rechts­mit­tel, schei­ter­te aber vor Ge­richt. Vor Kur­zem wies ein zweit­in­stanz­li­ches Ge­richt die Kla­ge zur Neu­be­ur­tei­lung an die Vor­in­stanz zu­rück und be­stä­tig­te den Ent­scheid der In­sol­ven­zer­öff­nung nicht.

Der Strom­kon­zern sieht sich durch ei­ne «rechts­miss­bräuch­li­che Kün­di­gung» ent­eig­net, wie er mit­teilt. Die Kla­ge­sum­me be­läuft sich auf min­des­tens 100 Mio. €. Die Kün­di­gung zwang Al­piq vor zwei Jah­ren zu ei­ner Ab­schrei­bung von 87 Mio. Fr. und führ­te zu ei­ner Re­duk­ti­on des Ebit­da um 20 Mio. Fr. Der Aus­gang ist schwer ab­zu­schät­zen, Al­piq rech­net mit ei­nem län­ge­ren Ver­fah­ren. Für den Ver­sor­ger bräch­te ein po­si­ti­ver Ent­scheid fi­nan­zi­el­le Ent­las­tung. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Al­piq im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: fuw.ch/ALPH

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