Ho­he Ka­pi­tal­ren­di­ten

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE - AS

Frachtspe­di­ti­on ist ein at­trak­ti­ver Sek­tor. Das Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis der Trans­port­lo­gis­ti­ker schwankt auf Zwölf­mo­nats­sicht in ei­ner Band­brei­te von 18 bis 25. Für die ho­he Be­wer­tung an der Börse gibt es Grün­de.

Die Wachs­tums­ra­ten der Bran­che sind nach der glo­ba­len Fi­nanz­kri­se ge­sun­ken, sind aber im­mer noch an­sehn­lich: Statt mit dem Fak­tor 2 wächst der Welt­han­del noch 1,5-mal so rasch wie die glo­ba­le Wirt­schaft. Den Gros­sen in der Frachtspe­di­ti­on ge­lingt es zu­dem meis­tens, mit um­fas­sen­den Di­enst­leis­tun­gen ra­scher als der Sek­tor­durch­schnitt zu ex­pan­die­ren und Markt­an­tei­le zu ge­win­nen. Die Bran­che ist frag­men­tiert (vgl. Gra­fik). Die zehn gröss­ten An­bie­ter kom­men auf et­wa 30% Markt­an­teil, Pa­nal­pi­na und Küh­ne + Na­gel zäh­len in der See- und der Luft­fracht zu den fünf gröss­ten.

Zu­dem ist das fi­nan­zi­el­le Pro­fil der Bran­che reiz­voll. Im Ver­gleich zu breit po­si­tio­nier­ten In­te­gra­to­ren wie Fe­dEx, DHL und UPS be­trei­ben Trans­port­lo­gis­ti­ker ein Ge­schäfts­mo­dell mit nied­ri­gen Fix­kos­ten. Die Frachtspe­di­teu­re be­sit­zen kaum ei­ge­ne Flug­zeu­ge, Schif­fe oder Last­wa­gen. Ih­re HauptAs­sets sind die Qua­li­tät der Di­enst­leis­tun­gen und das Know-how des Per­so­nals.

Die Ren­di­ten über­tref­fen die Ka­pi­tal­kos­ten lo­cker; Küh­ne + Na­gel zum Bei­spiel weist seit An­fang 2012 quar­tals­wei­se ei­ne Ren­di­te von durch­schnitt­lich 50% auf dem ein­ge­setz­ten Ka­pi­tal aus. K+N zäh­len denn auch zu den Ak­ti­en, die die In­ves­to­ren in den ver­gan­ge­nen fünf­zehn Jah­ren mit der gröss­ten Über­schuss­ren­di­te er­freut ha­ben.

Dank des be­grenz­ten In­ves­ti­ti­ons­be­darfs er­wirt­schaf­ten Frachtspe­di­teu­re re­gel­mäs­sig viel frei­en Cash­flow. In Ver­bin­dung mit ei­ner üp­pi­gen Net­to-Cash­po­si­ti­on in der Bi­lanz er­mög­licht das ei­ne ho­he Ge­winn­aus­schüt­tungs­quo­te und/oder ge­winn­ver­dich­ten­de Ak­ti­en­rück­käu­fe.

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