Hen­kel hebt Mar­gen­ziel an

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Der deut­sche Kon­sum­gü­ter­her­stel­ler Hen­kel hat sich in den ers­ten neun Mo­na­ten gut ge­schla­gen. Auch das Russ­lan­dge­schäft war er­folg­reich. Für das lau­fen­de Jahr gilt neu ein leicht hö­he­res Mar­gen­ziel von 16% Ebit-Mar­ge. Bis­her wa­ren gut 15,5% er­war­tet wor­den.

Der Um­satz soll kon­zern­weit or­ga­nisch 3 bis 5% wach­sen, eben­so in den Di­vi­sio­nen Wasch- und Rei­ni­gungs­mit­tel so­wie Kleb­stof­fe. Für den Be­reich Kör­per­pfle­ge wird ein or­ga­ni­sches Plus von 2% ver­an­schlagt. In den ers­ten neun Mo­na­ten stieg der Um­satz 3,3% auf 12,3 Mrd. €. Die Vor­zugs­ak­ti­en rück­ten am Di­ens­tag bis zu 5% vor und führ­ten da­mit die Ge­win­ner­lis­te im Dax an.

CEO Kas­per Ror­sted be­grün­de­te die Leis­tung in Russ­land an ei­ner Te­le­fon­kon­fe­renz mit dem er­fah­re­nen Ma­na­ge- mentteam im wich­tigs­ten Markt Eu­ro­pas. Das­sel­be gel­te für den eben­falls kri­sen­ge­schüt­tel­ten Na­hen Os­ten. In den Re­gio­nen Afri­ka/Nah­ost und Latein­ame­ri­ka (Aus­nah­me Bra­si­li­en) wuchs Hen­kel teils zwei­stel­lig. In den USA be­las­te­ten Pro­mo­tio­nen des Han­dels wei­ter­hin den Um­satz. Dies sei, so Ror­sted, zu­sam­men mit dem har­zi­gen Ab­satz pro­fes­sio­nel­ler Pro­duk­te der Grund, dass für den Be­reich Kör­per­pfle­ge ei­ne lang­sa­me­re Um­satz­ent­wick­lung ver­an­schlagt wer­de.

Ror­sted be­zeich­net das Um­feld als nach wie vor schwie­rig, was punk­tu­ell Struk­tur­an­pas­sun­gen ver­lan­ge. An­de­rer­seits will er die Li­qui­di­tät (740 Mio. €) zu Zu­käu­fen nut­zen, wie dies zu­letzt der Er­werb von Berg­quist de­mons­triert hat.

Mit der von CEO Ror­sted vor­an ge­trie­be­nen Wachs­tums­stra­te­gie sind die An­le­ger bis­her gut ge­fah­ren. Die Er­trags­ent­wick­lung des Un­ter­neh­mens stimmt, was Kurs­ge­win­ne und so­li­de Aus­schüt­tun­gen glei­cher­mas­sen er­mög­licht. Hen­kel-Vor­zugs­ak­ti­en sind im Kon­sum­gü­ter­sek­tor ei­ne at­trak­ti­ve Op­ti­on.

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