Swiss Pri­me Si­te stärkt Ba­sis für Miet­ertrag

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Die gröss­te Schwei­zer Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaft ist gut un­ter­wegs. Nach neun Mo­na­ten sind die Ein­nah­men, be­son­ders aus Mie­ten, und der Ge­winn (vor Neu­be­wer­tung) hö­her als im Vor­jahr. Das soll auch En­de Jahr der Fall sein, wie das Ma­nage­ment im Zwi­schen­be­richt be­stä­tigt hat. Die Pro­gno­se zu den Miet­ein­nah­men wur­de leicht von 435 auf 440 Mio. Fr. an­ge­ho­ben. Die In­ves­to­ren nah­men die Neun­mo­nats­zah­len von Swiss Pri­me Si­te (SPS) gut auf. Sie stuf­ten die Ti­tel am Di­ens­tag 0,5% hö­her.

Die Ge­sell­schaft stei­ger­te den Be­triebs­er­trag in den ers­ten neun Mo­na­ten 16,7% auf 537,3 Mio. Fr. Der Be­reich «Le­ben und Woh­nen im Al­ter» ( Ter­tia­num-Grup­pe) steu­er­te 113 Mio. Fr. da­zu bei. Der wich­tigs­te Er­trags­brin­ger wa­ren die Miet­ein­nah­men (+6,2% auf 330,6 Mio. Fr.). Re­tail und Gas­tro (u. a. Jel­mo­li und Clouds –3% we­gen des Ver­kaufs ei­nes Ho­tels) so­wie Di­enst­leis­tun­gen (+5,1%) ent­wi­ckel­ten sich un­ter­durch­schnitt­lich.

Er­war­tun­gen er­füllt

Der Be­triebs­auf­wand stieg deut­lich (auch we­gen Ter­tia­num), so­dass der ope­ra­ti­ve Ge­winn (+2,3%) mit dem Um­satz­wachs­tum nicht Schritt hal­ten konn­te. Da aus­ser­dem der Er­trags­ef­fekt aus Neu­be­wer­tung von 173 auf 59,5 Mio. Fr. fiel, ging der no­mi­na­le Ebit ein Vier­tel auf 421,6 Mio. Fr. zu­rück. Der Ge­winn sank 29% auf 189,3 Mio. Fr. Mit den aus­ge­wie­se­nen Zah­len wich SPS kaum von den Markt­er­war­tun­gen ab.

Neu­baupro­jek­te wie Maag­hof Nord und Ost in Zürich, Vi­ta­do­mo-An­la­gen in Op­fi­kon und Bel­lin­zo­na ver­brei­tern die Ver­mie­tungs­ba­sis. Im vier­ten Quar­tal wer­den erst­mals Mie­ten aus dem Neu­bau SkyKey in Oer­li­kon flies­sen, der an den Ver­si­che­rer Zu­rich ver­mie­tet ist (Miet­po­ten­zi­al gut 10 Mio. Fr. pro Jahr). Pro­jek­te, die in den nächs­ten zwei Jah­ren fer­tig­ge­stellt wer­den, sind ge­mäss SPS be­reits gröss­ten­teils ver­mie­tet.

We­nig Kurs­spiel­raum

Der fai­re Wert des Im­mo­bi­li­en­porte­feuilles wird mit 9,63 (i. V. 9,39) Mrd. Fr. an­ge­ge­ben. Im Ok­to­ber ist die Schön­burg in Bern, noch bis Früh­jahr 2015 Haupt­sitz der Schwei­ze­ri­schen Post, da­zu­ge­kom­men. SPS prüft Op­tio­nen zur Um­nut­zung und Wei­ter­ent­wick­lung des Stadt­grund­stücks.

Die Ge­sell­schaft sieht, dass der Markt für Ge­schäfts­im­mo­bi­li­en an­spruchs­vol­ler ge­wor­den ist, rech­net aber bis En­de Jahr wei­ter mit ei­ner Leer­stand­quo­te un­ter 7% (6,6% per 30. Sep­tem­ber). Zu­sam­men mit den er­war­tet hö­he­ren Miet­ein­nah­men soll­te dies zu ei­ner Ge­winn­stei­ge­rung (vor Neu­be­wer­tung) rei­chen.

Die SPS-Ak­ti­en no­tie­ren mit ei­ner Prä­mie von 7% zum in­ne­ren Wert. Mit ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 19 für 2015 ist der Spiel­raum für Kurs­ge­win­ne klein. Die Qua­li­tät liegt im di­ver­si­fi­zier­ten Port­fo­lio an Lie­gen­schaf­ten, das SPS ge­schickt zu er­gän­zen weiss. Zu­sam­men mit der so­li­den Fi­nan­zie­rung si­chert das re­la­tiv gut ge­gen Im­mo­bi­li­en­markt­tur­bu­len­zen ab.

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