Kann Son­der­ge­win­ne klug ver­wen­den

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - TH

Ba­loi­se Der Ver­si­che­rer Ba­loi­se wird die­ses Jahr we­gen Ve­räus­se­rungs­ge­win­nen ein Spit­zen­re­sul­tat er­rei­chen. Güns­ti­ge Wir­kung ha­ben der Ver­kauf der ös­ter­rei­chi­schen Ein­heit, das Ab­stos­sen des 10%-An­teils an Na­tio­na­le Suis­se im Rah­men de­ren Über­nah­me durch Hel­ve­tia so­wie der er­folg­rei­che Ein­satz von Zins­ab­si­che­rungs­in­stru­men­ten.

In den ers­ten neun Mo­na­ten ist das Ge­schäfts­vo­lu­men 5,5% auf 7,5 Mrd. Fr. ge­wach­sen. Ex­pan­diert hat das Pen­si­ons­ge­schäft für klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men, wäh­rend sich der Ab­satz von Le­bens­ver­si­che­run­gen für Pri­va­te leicht zu­rück­bil­de­te. In Sum­me wur­den auf tra­di­tio­nel­len An­ge­bo­ten 3,4% hö­he­re Ein­nah­men von 3,1 Mrd. Fr. er­reicht. Gleich 30% auf 1,5 Mrd. Fr. ge­stie­gen ist das Vo­lu­men an­la­ge­ge­bun­de­ner Le­bens­po­li­cen, wo­zu auch Um­man­te­lun­gen in­di­vi­du­ell ge­stal­te­ter Pri­vat­ver­mö­gen ge­hö­ren (In­suran­ce Wrap­per).

Der Be­reich Scha­den­ver­si­che­rung hin­ge­gen schrumpf­te 1,5% auf 2,9 Mrd. Fr. Ein­nah­men. Der Rück­gang ist ge­wollt, ver­sucht Ba­loi­se doch, durch Se­lek­ti­vi­tät das Kon­trakt­port­fo­lio zu op­ti­mie­ren. Für das lau­fen­de Jahr rech­net das Un­ter­neh­men mit ei­ner ge­gen­über 2013 nied­ri­ge­ren Auf­wand­quo­te und ei­ner folg­lich bes­se­ren Mar­ge.

Der an­spre­chen­de Ge­schäfts­gang bie­te ei­ne gu­te Grund­la­ge für ei­ne at­trak­ti­ve Aus­schüt­tung an die Ak­tio­nä­re, lässt die Füh­rung des Bas­ler Kon­zerns im Dritt­quar­tals­be­richt ver­lau­ten. Bi­lanz und Sol­venz­ver- hält­nis­se sei­en ro­bust. Im Früh­jahr sind 4.50 Fr. je Ak­tie bzw. die Hälf­te des 2013 er­ziel­ten Ge­winns von 453 Mio. Fr. be­zahlt wor­den.

Nach ei­ge­ner Ein­schät­zung ist Ba­loi­se auf Kurs, die ope­ra­ti­ven und fi­nan­zi­el­len Zie­le auf Jah­res­en­de kom­for­ta­bel zu er­rei­chen. Ak­qui­si­ti­ons­ab­sich­ten be­ste­hen nicht. Wenn für 2015 kei­ne wei­te­ren Son­der­er­trä­ge ein­ge­setzt und des­halb mit ei­nem Über­schuss leicht über dem Stand von 2013 ge­rech­net wird, er­gibt sich ei­ne Ge­winn­pro­gno­se von 490 Mio. Fr. bzw. 9.90 Fr. je Ak­tie. Die Aus­sicht auf ei­ne Zu­satz­aus­schüt­tung im nächs­ten Jahr muss mit ei­ner ho­hen Be­wer­tung be­zahlt wer­den. Die Pa­pie­re no­tie­ren ge­mes­sen am Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 12 klar über dem Bran­chen­schnitt.

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