Goog­le siegt in der Gunst der Ak­tio­nä­re – Ama­zon setzt auf das Ge­schäft der Zu­kunft

Finanz und Wirtschaft - - AMAZON VS. GOOGLE -

UM­SATZ Ama­zon und Goog­le fas­zi­nie­ren: Un­ter­neh­men in die­ser Grös­se, in die­sem Al­ter, mit ei­ner zwei­stel­li­gen Wachs­tums­ra­te – die gibt es nicht all­zu oft. Ama­zon über­trifft mit ei­nem seit 2006 durch­schnitt­li­chen Um­satz­plus pro Jahr von 26% je­nes von Goog­le deut­lich. Der welt­weit gröss­te Such­ma­schi­nen­be­trei­ber kommt «nur» auf 20% per an­no. Bis vor vier Jah­ren ver­lie­fen die Um­satz­rei­hen von Ama­zon und Goog­le noch in ähn­li­chen Di­men­sio­nen. Seit­her hat der welt­weit gröss­te Wa­ren­händ­ler im In­ter­net an Tem­po zu­ge­legt. Ama­zon wächst wei­ter – laut Markt­be­ob­ach­tern von die­sem auf das nächs­te Jahr mit ei­nem Plus von 19% aber un­ter dem his­to­ri­schen Schnitt. Was Goog­le an­be­langt, sind sich Ana­lys­ten un­eins: Die Schät­zun­gen für den Jah­res­um­satz 2014 rei­chen von 52 bis 67 Mrd. $. Das liegt am Jah­res­um­satz von Mo­to­ro­la in Hö­he von 7 Mrd. $. Das Ge­schäft hat Goog­le An­fang Jahr an Le­no­vo ab­ge­stos­sen und es wird von Ana­lys­ten un­ter­schied­lich in die Rech­nung ein­be­zo­gen. Goog­le selbst gibt kei­nen Aus­blick. ER­GEB­NIS PRO AK­TIE Ama­zon-CEO Jeff Be­zos ist auf ei­nem Ohr taub – und zwar dort, wo An­le­ger for­dern, das vir­tu­el­le Kauf­haus dür­fe nicht mehr das Gros des Ge­winns in­ves­tie­ren. Die­se Po­li­tik fährt Be­zos seit Grün­dung des Un­ter­neh­mens. Seit vier Jah­ren al­ler­dings sin­ken die Ge­win­ne – und der Um­satz wächst lang­sa­mer als ge­wohnt. Die­ses Jahr wird wohl wie­der ein­mal ein Ver­lust an­fal­len. In der Fol­ge steigt der Druck auf den Fir­men­grün­der. Seit An­fang Jahr ha­ben Ama­zon ein Vier­tel ih­res Bör­sen­werts ab­ge­ge­ben. Goog­le da­ge­gen: vor­bild­lich. Die Ge­win­ne stei­gen kon­ti­nu­ier­lich, im Schnitt 17% pro Jahr seit 2006. Der Kon­zern soll an Tem­po noch zu­le­gen: Ana­lys­ten rech­nen mit 24% Ge­winn­wachs­tum von 2014 auf 2015. Ver­ant­wort­lich da­für ist nach wie vor die star­ke Po­si­ti­on in der On­li­ne-Wer­bung. In Deutsch­land und der Schweiz et­wa kommt Goog­le auf ei­ne markt­be­herr­schen­de Stel­lung. Wenn künf­tig mehr Wer­be­gel­der ins Netz flies­sen, wird das Un­ter­neh­men über­pro­por­tio­nal pro­fi­tie­ren.

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