Afri­ka hat gros­ses Po­ten­zi­al

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - LEU

In Sub­sa­ha­ra-Afri­ka leb­ten 13% der Welt­be­völ­ke­rung, doch trotz rasch wach­sen­der Wirt­schaft sei es für nur 4% der glo­ba­len Ener­gi­e­nach­fra­ge ver­ant­wort­lich, kon­sta­tiert die In­ter­na­tio­na­le Ener­gie­agen­tur (IEA) in ih­rem neu­es­ten Weltener­gie­aus­blick 2014. Bio­en­er­gie, haupt­säch­lich Brenn­holz und Holz­koh­le, mach­ten 60% der Nach­fra­ge aus, Koh­le 18%, Öl 15% und Gas 4%. Mo­der­ne er­neu­er­ba­re Ener­gi­en wie Son­ne und Wind hät­ten ei­nen An­teil von erst 2% an der Nach­fra­ge, wür­den aber rasch wach­sen.

Trotz (noch) be­schränk­ter Ener­gi­e­nach­fra­ge ist Afri­ka aber ein enorm res­sour­cen­rei­cher Kon­ti­nent. Doch ge­mäss IEA bleibt die­ser Reich­tum weit­ge­hend un­ge­nutzt. Die Son­ne könn­te prak­tisch in al­len Re­gio­nen als Ener­gie­quel­le ein­ge­setzt wer­den. In vie­len Län­dern im Re­gen­gür­tel un­ter dem Äqua­tor wä­re auch die Was­ser­kraft nutz­bar. Wind gä­be es in den Küs­ten­re­gio­nen des Nor­dens und Sü­dens.

Weit­ge­hend un­be­kannt ist, dass in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren fast 30% al­ler welt­wei­ten Öl- und Gas­fun­de in der Region süd­lich der Sa­ha­ra ge­macht wur­den (vgl. Gra­fik). Doch die­se Vor­kom­men zu för­dern und in Ein­kom­men für Staa­ten und Men­schen zu ver­wan­deln, sei «ei­ne for­mi­da­ble Her­aus­for­de­rung», schreibt die IEA.

Ob­wohl po­si­ti­ve Be­mü­hun­gen sicht­bar sei­en, ha­ben ge­mäss IEA nach wie vor zwei von drei Men­schen in Sub­sa­ha­ra-Afri­ka, mehr als 620 Mio., kei­nen Zu­gang zu Strom. Und für die­je­ni­gen, die in den Ge­nuss von Elek­tri­zi­tät kä­men, sei­en die ho­hen Prei­se für ein un­be­stän­di­ges und un­zu­rei­chen­des An­ge­bot das gröss­te Pro­blem. Dar­an wird sich ge­mäss IEA im Pro­gno­se­zeit­raum bis 2040 lei­der nur we­nig än­dern.

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