Ver­sor­ger­ak­ti­en un­ter Druck

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - PHG

Al­st­om will Ak­tio­nä­re am Ver­kauf der Ener­gie­spar­te teil­ha­ben las­sen.

Quar­tal die Pro­ble­me in der Hei­mat nicht durch die neu auf­ge­bau­ten Ge­schäf­te in den Schwel­len­län­dern aus­zu­glei­chen. Die dor­ti­ge Wirt­schafts­schwä­che be­las­tet Eon gar zu­sätz­lich. Die Nach­fra­ge sinkt, und da­zu drückt der Wäh­rungs­ver­fall auf die Bi­lanz. Der Quar­tals­ver­lust von 835 Mio. € frass die Ge­win­ne des ers­ten Halb­jahrs auf, so­dass Eon nach neun Mo­na­ten in der Ver­lust­zo­ne steht.

Der­weil mel­de­te RWE – dank Son­der­ef­fek­ten – ei­nen um knapp die Hälf­te hö­he­ren Ge­winn von 994 Mio. € für die ers­ten neun Mo­na­te. Das ope­ra­ti­ve Ge­schäft stand je­doch nicht im Fokus der An­le­ger. Sie sor­gen sich viel­mehr um den längst si­cher ge­glaub­ten Ver­kauf der Öl- und Gas­för­der­toch­ter Dea. Käu­fer ist für 5,1 Mrd. € der rus­si­sche Olig­arch Mich­ail Fridman. Doch blo­ckiert die bri­ti­sche Re­gie­rung we­gen po­li­ti­scher Sank­tio­nen ge­gen Russ­land das Ge­schäft. Vor­stands­chef Pe­ter Te­ri­um räum­te nun in ei­nem Brief an die Ak­tio­nä­re ein, dass das Ge­schäft wohl nicht wie bis­lang ge­plant 2014 ab­ge­schlos­sen wer­den kann. Ein Schei­tern der Trans­ak­ti­on hät­te ver­hee­ren­de Fol­gen für RWE. Der Ver­sor­ger ist auf den Ver­kaufs­er­lös zum Ab­bau der ho­hen Schul­den an­ge­wie­sen.

Enel (3.69 €, –3,4%) er­schreck­te die An­le­ger am Mitt­woch mit der Nach­richt, dass der Schul­den­ab­bau lang­sa­mer als ge­plant vor­an­geht. Für die ers­ten neun Mo­na­te über­traf der ita­lie­ni­sche Ver­sor­ger aber die Ana­lys­ten­pro­gno­sen.

Zu den Fa­vo­ri­ten im Sto­xx 50 ge­hör­ten Tele­com­ak­ti­en. Te­le­fó­ni­ca leg­ten 4% auf 12.28 € zu. Der spa­ni­sche Tele­com­an­bie­ter lei­det un­ter dem Preis­kampf im Heim­markt und un­ter ne­ga­ti­ven Wech­sel­kurs­ef­fek­ten. Wäh­rungs­be­rei­nigt ver­zeich­ne­te Te­le­fó­ni­ca je­doch ein deut­li­ches Um­satz­wachs­tum in Latein­ame­ri­ka. Auch Vo­da­fo­ne (225,3 p, +8,9%) und Deut­sche Te­le­kom (12.52 €, +3,9%) mach­ten Bo­den gut.

Un­ter Ver­kaufs­druck stan­den er­neut Va­lo­ren der Öl- und Gas­för­de­rer wie To­tal (45.58 €, –2,1%) und BP (431,8 p, –2,2%). Die Tal­fahrt der Öl­prei­se setzt sich un­ge­bremst fort. Da­ne­ben wur­den auch Pa­pie­re eu­ro­päi­scher Gross­ban­ken wie Deut­sche Bank (23.89 €, –1,6%) und BNP Pa­ri­bas (47.55 €, –2,3%) ver­kauft. Schwa­che Aus­sich­ten für Eu­ro­pas Wirt­schaft set­zen den Ti­teln zu.

Al­st­om stie­gen 3,6% auf 29 €. Der fran­zö­si­sche In­dus­trie­kon­zern plant, ei­nen Teil des Ver­kaufs­er­lö­ses der Ener­gie­spar­te an Ge­ne­ral Electric an die Ak­tio­nä­re aus­zu­schüt­ten.

Kon­junk­tur­da­ten aus Chi­na stimm­ten die Bör­sia­ner vor­sich­tig. Die An­la­ge­inves­ti­tio­nen wuch­sen in den ers­ten zehn Mo­na­ten um 15,9% und da­mit so schwach wie seit 2001 nicht mehr. In Kom­bi­na­ti­on mit dem An­stieg der In­dus­trie­pro­duk­ti­on von 7,7% im Ok­to­ber und ei­nem Wachs­tum der Ein­zel­han­dels­um­sät­ze von 11,5% wur­den er­neut Hoff­nun­gen auf ein neu­es Kon­junk­tur­pa­ket ge­weckt.

Die mit Span­nung er­war­te­te Ver­bin­dung der Börsen von Schang­hai und Hong­kong soll per 17. No­vem­ber voll­zo­gen wer­den. Gleich­zei­tig fällt die Be­gren­zung beim De­vi­sen­tausch in Hong­kong, die bis­her bei 20 000 Yuan pro Tag lag. Da­durch soll der Kauf chi­ne­si­scher Wert­pa­pie­re er­leich­tert wer­den. Bro­ker wie Hai­tong Se­cu­ri­ties (14.40 HK-$, +6%) dürf­ten vom Bör­sen­zu­sam­men­schluss pro­fi­tie­ren. Ten­cent (131.90 HK-$, +7,2%) ver­fehl­te mit ei­nem Quar­tals­ge-

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