AT&T de­bü­tiert mit 1 Mrd. Fr.

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

EDies­mal do­mi­nie­ren Aus­län­der, dar­un­ter auch Glen­co­re (Eu­ro­pe) und Ban­co Saf­ra.

s kommt nicht all­zu oft vor, dass das Aus­land­seg­ment am Pri­mär­markt die füh­ren­de Rol­le spielt. In der ab­ge­lau­fe­nen Wo­che war es der Fall. Nach Spa­reBan­ken, Ko­rea Land & Hou­sing und CABEI am Mon­tag und Di­ens­tag sorg­te der US-Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zern AT&T am Mitt­woch mit sei­ner ers­ten Fran­ken-Emis­si­on für re­ge Nach­fra­ge. Händ­lern zu­fol­ge war es auch wohl die gröss­te Trans­ak­ti­on ei­nes Un­ter­neh­mens in die­sem Jahr.

Be­glei­tet von Cre­dit Suis­se (CS) ka­men drei Tran­chen über 1,05 Mrd. Fr. an den Markt, und zwar:

AT&T 2014/2019 und 13⁄ AT&T 2014/2024 über je 450 Mio. Fr. so­wie 17⁄ AT&T 2014/2030 über 150 Mio. Fr. Die von Stan­dard and Poor’s (S&P) mit A– und von Moo­dy’s mit A3 be­wer­te­te Emit­ten­tin zahl­te Ren­di­te­auf­schlä­ge (Spreads) von 40, 75 und 79 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap-Mit­te.

UBS be­glei­te­te glei­chen­tags 11⁄ Ban­co Saf­ra 2014/2019 über 100 Mio. Fr. Der bra­si­lia­ni­sche Ab­le­ger der Saf­ra-Grup­pe, zu der auch die Schwei­zer Bank J. Saf­ra Sa­ra­sin ge­hört, hat­te im März mit 350 Mio. Fr. de­bü­tiert, die im Ju­ni 2017 fäl­lig wer­den. Für die zwei­te Fran­ken­an­lei­he be­trug der Spre­ad 140 Bp über Swap. Be­treut von UBS und CS kam am Don­ners­tag 11⁄ Glen­co­re Fi­nan­ce (Eu­ro­pe) 2014/2020 über statt­li­che 500 Mio. Fr. Der Spre­ad des von Glen­co­re International, Glen­co­re AG und Glen­co­re (Schweiz) ga­ran­tier­ten Bonds be­trug 95 Bp über Swap.

Die Schwei­zer Pro­du­zen­ten­und Im­port­prei­se sind im Ok­to­ber ge­gen­über Sep­tem­ber um 0,1% ge­sun­ken, teilt das Bun­des­amt für Sta­tis­tik mit. Wäh­rend die Er­zeu­ger­prei­se im Be­richts­mo­nat im Schnitt un­ver­än­dert blie­ben, san­ken die Im­port­prei­se 0,3%. Mit jetzt 97,2 liegt der Ge­samt­preis- in­dex (De­zem­ber 2010 = 100) da­mit 1,1% un­ter Vor­jahr, wo­bei die In­land­prei­se 0,8% und die Ein­fuhr­prei­se gar 1,7% tie­fer lie­gen als im Ok­to­ber 2013. Er­neut ver­bil­ligt ha­ben sich im Ok­to­ber vor al­lem Erd­öl und Erd­öl­pro­duk­te.

Der Bun­des­rat hat in der ab­ge­lau­fe­nen Wo­che «im Nach­gang zur EU und mit Blick auf die Si­tua­ti­on in der Ukrai­ne» wei­te­re Mass­nah­men zur Ver­mei­dung der Um­ge­hung in­ter­na­tio­na­ler Sank­tio­nen in Kraft ge­setzt. Wie das Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft mit­teilt, wur­de die Ver­ord­nung vom 27. Au­gust er­gänzt, um auch die EUSank­tio­nen vom Sep­tem­ber zu er­fas­sen. Die Schweiz, so der Bun­des­rat, dür­fe «nicht als Um­ge­hungs­platz für EU-Sank­tio­nen die­nen». Im Fi­nanz­be­reich wer­den ab so­fort auch die Emis­sio­nen von Fi­nanz­in­stru­men­ten mit ei­ner Lauf­zeit von mehr als 30 Ta­gen (bis­her: mehr als 90 Ta­ge) von fünf rus­si­schen Ban­ken und sechs Un­ter­neh­men so­wie die Ge­wäh­rung von Dar­le­hen mit ei­ner Lauf­zeit von mehr als 30 Ta­gen an die fünf rus­si­schen Ban­ken und sechs Un­ter­neh­men ei­ner Be­wil­li­gungs­pflicht un­ter­stellt. Der Se­kun­där­han­del mit neu aus­ser­halb der Schweiz und der EU auf­ge­leg­ten Fi­nanz­in­stru­men­ten mit mehr als 30 Ta­gen Lauf­zeit ist laut Se­co jetzt eben­falls mel­de­pflich­tig. Die Lis­te der Per­so­nen und Un­ter­neh­men, mit de­nen Fi­nanz­in­ter­me­diä­re kei­ne neu­en Be­zie­hun­gen ein­ge­hen dür­fen und de­ren be­ste­hen­de mel­de­pflich­tig sind, wur­de um 24 Ein­trä­ge er­gänzt.

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