Ri­si­ken

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - TW/MH

Den volks­wirt­schaft­li­chen Ri­si­ken der Ban­ken wid­me­te sich ei­ne zwei­te Un­ter­grup­pe der Ar­beits­grup­pe Bru­n­et­ti. Die­ser Be­richt könn­te Zünd­stoff ent­hal­ten. Mit Blick auf die in­ter­na­tio­na­le Ent­wick­lung dürf­te sie emp­feh­len, die Ka­pi­tal­vor­schrif­ten für Schwei­zer Gross­ban­ken wei­ter zu ver­schär­fen. Die jüngs­ten Vor­schlä­ge des Fi­nan­ci­al Sta­bi­li­ty Bo­ard und der G20 sind nicht ein­fach zu le­sen, wer­den aber wohl dar­auf hin­aus­lau­fen, dass sie mehr ver­lust­ab­sor­bie­ren­des Ka­pi­tal auf­bau­en müs­sen. Die Be­hand­lung von Raiff­ei­sen und ZKB im Rah­men von Too-big-to-fail muss eben­falls noch de­fi­niert wer­den.

Ganz grund­sätz­lich könn­ten in die­sem Kon­text auch die Ri­si­ko­mo­del­le der Gross­ban­ken, die ih­nen be­züg­lich Ka­pi­tal­aus­stat­tung Er­leich­te­run­gen brin­gen, hin­ter­fragt wer­den. Ei­ne ganz an­de­re Fra­ge ist al­ler­dings, ob und in wel­cher Form ent­spre­chen­de Emp­feh­lun­gen der Un­ter­grup­pe volks­wirt­schaft­li­che Ri­si­ken in den Schluss­be­richt Bru­n­et­ti ein­flies­sen wer­den. Ziel ist of­fen­bar, im Schluss­be­richt ei­nen mög­lichst brei­ten Kon­sens über die Aus­füh­run­gen und Emp­feh­lun­gen zu er­zie­len.

Die bei­den Gross­ban­ken UBS und CS, die mit den Ver­wal­tungs­rats­prä­si­den­ten in der Ar­beits­grup­pe ver­tre­ten sind, müs­sen zu­stim­men. All­zu weit­rei­chen­de For­de­run­gen zur Ka­pi­tal­aus­stat­tung gera­de der Gross­ban­ken schei­nen da­mit fast aus­ge­schlos­sen zu sein.

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