Steu­ern

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - MH

Schon die al­te Bru­n­et­ti-Grup­pe setz­te auf den au­to­ma­ti­schen In­for­ma­ti­ons­aus­tausch (AIA). Im ers­ten Quar­tal 2015 dürf­te der Bun­des­rat ei­ne AIA-Vor­la­ge vor­stel­len.

Vor­aus­set­zung für ei­nen ver­nünf­ti­gen AIA ist, dass der Kun­de in sei­nem Land vor­her die steu­er­li­che Ver­gan­gen­heit re­geln kann. Was pas­siert, wenn ein Land kei­ne Ames­tie an­bie­tet oder wenn, dann nur ei­ne schein­ba­re? Wagt die Ar­beits­grup­pe Bru­n­et­ti sich hier al­len­falls aufs aus­sen­po­li­ti­sche Glatt­eis?

Ein Land, das kei­ner­lei Fa­zi­li­tät an­bie­tet, soll­te mit der Schweiz kei­nen AIA ab­schlies­sen kön­nen. Das wür­de von den in­ter­na­tio­na­len Vor­ga­ben ge­deckt, aber ist es rea­lis­tisch? Es ge­hö­ren auch EU-Mit­glieds­staa­ten zu den Län­dern oh­ne prak­ti­ka­bles An­ge­bot, eben­so Län­der der G-20. Ein Sze­na­rio wä­re, mit sol­chen Staa­ten ei­ne «Ab­gel­tungs­steu­er Light» zu ver­ein­ba­ren. Da­bei wür­de man vom Kon­to des Kun­den ei­ne Ein­mal­zah­lung ab­zie­hen und da­mit die Ver­gan­gen­heit re­geln. Ob die Län­der sich dar­auf ein­las­sen und die be­trof­fe­nen Kun­den sich den Steu­er­ab­zug ge­fal­len las­sen – bzw. ob sie ei­ne Wahl ha­ben – sind wei­te­re Fra­gen, die ei­ne stra­te­gi­sche Ant­wort brau­chen. Wo vie­le Kun­den ih­re Ver­mö­gen re­gu­la­ri­sie­ren (was er­wünscht ist), er­fah­ren die Steu­er­be­hör­den zwangs­läu­fig viel über die Ban­ken. Al­so stellt die Re­gu­la­ri­sie­rung für die Bank ein Ri­si­ko dar, auch im Ver­hält­nis mit dem Re­gu­la­tor.

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