Ant­wort Ja­pans bleib

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Seit sich der Re­gie­rungs­wech­sel von Yo­shi­hi­ko No­da zu Shin­zo Abe ab­zeich­ne­te, tut sich et­was im In­sel­reich. Die glo­ba­le An­le­ger­ge­mein­de re­agier­te erst mit freu­di­ger Er­re­gung auf die Wor­te und Ta­ten des neu­en Pre­miers. Der Yen wer­te­te sich schon vor Be­ginn des gröss­ten geld­po­li­ti­schen Ex­pe­ri­ments al­ler Zei­ten wie von Abe ge­wünscht kräf­tig ab, was dem Ak­ti­en­markt neu­es Le­ben ein­hauch­te. Al­les schien nach dem Dreh­buch zu ver­lau­fen, das die «Fi­nanz und Wirt­schaft» im De­zem­ber 2012 be­schrie­ben hat­te. Erst stie­gen die In­fla­ti­ons­er­war­tun­gen und schliess­lich auch die In­fla­ti­ons­ra­ten selbst. Dann kam auch die Wirt­schaft in Schwung. Doch zur Voll­en­dung des zwei­ten Ak­tes kam es nicht. Die Zin­sen woll­ten par­tout nicht stei­gen. En­de 2013 schien der Zau­ber der lo­cke­ren Geld­po­li­tik ver­flo­gen, An­fang Jahr kor­ri­gier­te der Nik­kei. Ver­mehrt ka­men Zwei­fel an Abes Re­form­fä­hig­keit auf, und die er­hoff­te Be­le­bung der Ex­por­te blieb aus. Seit­her spe­ku­lier­ten An­le­ger auf ei­ne wei­te­re geld­po­li­ti­sche Lo­cke­rung der Bank of Ja­pan. Dass sie schon im Ok­to­ber kam, hat die meis­ten über­rascht.

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