E Geld­po­li­tik

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - GM/AT

Wie geht es nun wei­ter? Vo­r­erst dürf­te Nip­pon ir­gend­wo zwi­schen dem ers­ten und dem zwei­ten Akt ver­har­ren. Trotz schwa­chem Yen hat sich das Wachs­tum ab­ge­schwächt und die In­fla­ti­ons­ra­te sinkt wie­der. Die Ant­wort Ja­pans wird wohl gleich blei­ben: Die Geld­po­li­tik wird im­mer wei­ter ge­lo­ckert. Je­de wei­te­re Lo­cke­rung wird zu­min­dest dem Ak­ti­en­markt ein po­si­ti­ves Si­gnal ge­ben. Doch die Zin­sen blei­ben vo­r­erst tief: Die Zwei­fel am Über­win­den der De­fla­ti­on sind noch zu gross. An der Zah­lungs­fä­hig­keit des Lan­des wird noch nicht ge­zwei­felt. Das be­le­gen die Prä­mi­en auf Kre­dit­aus­fall­ver­si­che­run­gen. Soll­te die In­fla­ti­on aber tat­säch­lich über lan­ge Zeit beim an­vi­sier­ten Ziel von 2% lie­gen, wä­re ein Zins­an­stieg un­ver­meid­lich. An­ge­sichts der rie­si­gen Schul­den­last dürf­te sich ir­gend­wann die Fra­ge nach ih­rer Trag­fä­hig­keit stel­len. Ge­rät der Zins­an­stieg oder die Yenab­wer­tung aus­ser Kon­trol­le, droht ei­ne schwe­re Re­zes­si­on, die durch ei­ne noch mas­si­ve­re Re­fla­tio­nie­rung bis hin zur Mo­ne­ta­ri­sie­rung der Staats­schuld be­kämpft wür­de.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.